Generation Y und die Suche nach dem Sinn des Lebens

Generation Y und die Suche nach dem Sinn des Lebens

«Warum bin ich hier?»

Als sich John, ein gestresster Manager in einem kleinen Café irgendwo im nirgendwo sich mit dieser Frage konfrontiert sieht, verändert dies sein Leben von Grund auf. Das wunderbare Buch «Café am Rande der Welt» zeigt dem Leser auf eine spielerische und leichte Art, dass es sich lohnt, sich selbst diese Frage ernsthaft zu stellen.

Warum bin ich hier? Eine Frage, die den Puls der heutigen Zeit trifft, obwohl das Buch bereits 2003 erschien.

In den Medien wird darüber berichtet, dass sich Arbeitgeber auf eine neue Generation Arbeitnehmer vorbereiten müssen, die nicht einfach durch einen Bonus am Ende des Jahres zufriedengestellt werden. Die sogenannte Generation Y ist auf dem Vormarsch.

Generation Why

Die Generation Y reiht sich ein, in eine lange Liste von unterschiedlichen Generationen-Typen und klassifiziert die von 1980 bis 1995 geborenen. Das Y steht stellvertretend für die englische Frage Why?, also Warum? und bringt damit die Sinnessuche dieser Generation zum Ausdruck.[1]

Die Generation Y folgt auf die Generation X (1965-1980) und die Babyboomers (1955-1965).

Alle nach 1995 geborenen zählt man bereits zu der Generation Z, auch Generation YouTube genannt. Also all diejenigen, welche die Digitalisierung des Alltags bereits von Geburt an miterlebt haben.

Worin unterscheiden sich die Generationen Why, X und Babyboomers?

Die Babyboomers, also Angehörige der geburtsstarken Jahrgänge nach dem zweiten Weltkrieg, werden in der Literatur als erfolgreich und liberal charakterisiert. Diese Generation prägte den Begriff «Workaholic», steckte sich hohe Karriereziele und hat die Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens gerückt.

Auch die Nachfolgergeneration, die Generation X, arbeitet hart, aber primär um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können. Für sie ist die Arbeit mehr ein Mittel zum Zweck als ein sinnstiftender Lebensinhalt.

Im Gegensatz zu ihnen suchen gemäss der Studie von Robert Half Anhänger der Generation Y nach Sinn und Abwechslung in der täglichen Arbeit. Sie ködert man eher mit Talentförderung und Autonomie als Gehaltserhöhung und Firmenwagen. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung haben einen hohen Stellenwert im Leben der Generation Y. Auch verschmelzen Berufliches und Privates viel häufiger miteinander, als dies noch bei den Vorgänger-Generationen der Fall war.[2]

Maslowsche Bedürfnishierarchie

Die maslowsche Bedürfnishierarchie beschreibt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen und stellt diese in einer Pyramide dar. Ist eine Ebene abgedeckt, motiviert uns die nächste Ebene zu erreichen. Die Generation Why beschäftigt sich mit Selbstverwirklichung. Diese Pyramide zeigt auf, dass „Selbstverwirklichung“ an der Spitze der Bedürfnis-Ebenen steht. Das bedeutet, unsere essenziellen Bedürfnisse wie psychologische Grundbedürfnisse (Nahrung, Wasser, etc), Sicherheits- und Sozial-Bedürfnisse sind im Gegensatz zu unseren Vorgänger-Generationen gedeckt, sodass wir nun nach persönlicher Entfaltung streben.

Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung

Das durchschnittliche Alter von Start-Up Gründern lag 2018 bei 35,2 Jahren und über 47% der Gründer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Alles Angehörige der Generation Y.[3] Diese Zahl zeigt deutlich die starke Fokussierung der Generation Y auf Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung auf.

Das Dilemma

Doch der Drang nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung ist nicht nur per se positiv. Die Welt ist voller Möglichkeiten, sich weiterzubilden ist schon fast Standard geworden und wenn der Job keine Freude bereitet, kann er gewechselt werden. Das eigene Yoga-Studio zu eröffnen ist inzwischen genauso gesellschaftlich anerkannt, wie die Karriereleiter in einem grossen Konzern hoch zu klettern. Die Versuchung nach der goldenen Nadel im endlosen Heuhaufen zu suchen ist gross.

Der Drang nach Erfüllung und der Erforschung der eignen Bestimmung kann sehr anstrengend sein. Keine berufliche (oder gar private) Station fühlt sich richtig an und die Gefahr ist gross, den Blick für das grosse Ganze zu verlieren. Auf einmal fällt es schwer eine Entscheidung zu treffen, ganz einfach, weil die Auswahl viel zu gross ist. Anstelle von Tatendrang und Motivation sind wir auf einmal mit Hilflosigkeit und Überforderung konfrontiert.

Der Schritt zurück

Wir, die Generation Y, haben das Privileg zu träumen und uns mit uns selbst zu beschäftigen. Jedoch wurde uns dies nicht vorgelebt. Den Luxus über Bestimmung und dem Selbst nachzudenken, konnten sich die vorherigen Generationen schlichtweg nicht leisten.

Fragt man den Opa um Rat beim Thema Erstellung Karriereplanung und Lebensvision, kommen einem die Schlagworte «Sicherheit», «vernünftig», «etwas zum Geld verdienen» entgegen. Verständlich, da er in einer anderen Zeit aufgewachsen ist, in der andere Werte wichtig waren.

Das intrinsische Gefühl der Unzufriedenheit und Streben nach mehr geht jedoch dennoch nicht weg, auch wenn ich einen sicheren Arbeitsplatz, in einem vernünftigen Unternehmen habe, in dem ich gutes Geld verdiene. Wir haben das Dilemma stetig den Sinn unseres Tuns zu hinterfragen, haben jedoch nicht gelernt wie wir diesen Sinn finden um glücklich und zufrieden zu sein. Das träumen war gar nicht wirklich erlaubt, und wenn dann gab es einen engen Rahmen.

Selbstfindung – Fundament für jegliche weiteren Schritte

Wer sich selber finden und einen, für sich, sinnvollen Job finden will, kommt nicht darum herum, sich eine längere Zeit mit sich selbst zu beschäftigen. Damit ist aber nicht ein Abend alleine zu Hause vor dem Fernseher oder Ablenkung durch Party gemeint. Wir müssen aktiv darüber nachdenken, was unsere Werte, Bedürfnisse und auch Ängste sind und dann ins Handeln kommen.  Dies kann ermüdend und frustrierend sein.

Wir haben gelernt wie wir fachliche Fähigkeiten erhalten, aber nicht, wie wir unserem Herzen und wahrem Ich folgen. Oft fällt es uns einfacher, etwas zu benennen, was wir nicht möchten, anstelle von Dinge, die wir möchten. Der Versuchung uns von anderen und deren Ziele beeinflussen zu lassen ist gross, doch es geht alleine um Deine Bedürfnisse und Wünsche.

Paul Watzlawick sagte dies so: «Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.»

Dass die Reise zu sich selbst manchmal ermüdend und frustrierend sein kann, ist klar. Aber nur dadurch kannst Du Deine Möglichkeiten für ein erfülltes Leben erkennen und ausschöpfen.

«Orientierung ist die Kunst herauszufinden, wohin man geht, wenn man sein Ziel nicht kennt».

Wir von Aha Retreats geben Dir nicht vor wohin Du gehen sollst, sondern helfen Dir bei DEINER Orientierungsfindung zu einem, für Dich, erfüllten Arbeits-Leben. Wir unterstützen Dich sozusagen dabei die Landkarte richtig zu lesen und helfen Dir die Wanderung zu starten.

[1] https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Auftragsstudien/studie_generation_y_signium.pdf

[2] https://www.absolventa.de/karriereguide/berufseinsteiger-wissen/xyz-generationen-arbeitsmarkt-ueberblick

[3] https://deutscherstartupmonitor.de/fileadmin/dsm/dsm-18/files/Deutscher%20Startup%20Monitor%202018.pdf

 

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Ben’s Story: Quarterlife crisis ade – Vom Banker zum digitalen Nomaden

Ben’s Story: Quarterlife crisis ade – Vom Banker zum digitalen Nomaden

vorher: Banker // jetzt: Aufbau Online-Business als digitaler Nomade & Freelancer im Bereich Podcasts

Der Tag, an dem ich mein Leben änderte

Es ist schon witzig. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem sich mein Leben geändert hat. An dem ICH mein Leben geändert habe und zwar für immer. An dem Tag selbst war mir das überhaupt nicht bewusst. Es war ein normaler Wochentag im Januar 2015. Ich saß wie gewöhnlich in der S-Bahn, die mich sicher durch die ungemütliche, kalte Dunkelheit gebracht hat. Schick gekleidet in Anzug und Lederschuhen brachte sie mich unaufhaltsam meinem Ziel näher. Einem Ziel, zu dem ich schon seit einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr wollte: Meinem Arbeitsplatz in einer großen, deutschen Bank. Doch warum war dieser Morgen nun etwas so Besonderes? Nun ja, weil ich an diesem morgen eine Entscheidung getroffen habe.

Meine zwei Stimmen im Kopf

Schon seit Wochen plagte mich ein Dilemma, eine innere Diskussion, welche beinahe schon schizophrene Züge angenommen hatte. Auf der einen Seite war da die vernünftige Stimme in mir. Sie war sehr stolz auf meinen Werdegang und das nebenberufliche Studium, das ich gerade abgeschlossen hatte. Diese Stimme wollte, dass ich nun einfach weiter mache und an meiner Karriere in der Bank arbeite. Also einfach das Naheliegende tue, woran ich ja auch immerhin die letzten 9 Jahre gearbeitet habe.

Doch dann gab es da noch eine andere Stimme. Sie sagte mir ganz eindeutig, dass ich dort nicht hingehöre. Dass es noch so viel mehr zu entdecken gibt und ich mein wirkliches Potenzial niemals in einer Bank werde ausleben können. Diese Stimme meinte sogar, dass dies der Grund sei, warum ich schon lange nicht mehr richtig glücklich war. Problem ist nur: Ich hatte keine Ahnung, was ich sonst tun könnte. Nicht einmal diese zweite Stimme hatte eine Antwort auf diese Frage. Aber sie hatte einen Plan. Denn sie plädierte schon seit einiger Zeit dafür, mich beurlauben zu lassen und ein halbes Jahr alleine auf reisen zu gehen. Neuorientierung am Strand sozusagen. Und so verlockend das Ganze klang, so vehement war die vernünftige Stimme gegen diese Idee.

Die Macht der Entscheidung

So vergingen Wochen der Unentschlossenheit, die mich zu genau der S-Bahn-Fahrt an besagtem Morgen geführt haben. Denn ich war es leid! Ich war es so leid, mit mir selbst zu diskutieren und dabei so viel Energie zu verschwenden. Daher beschloss ich, mich zu entscheiden:

Ein klares JA für die Auszeit würde bedeuten, ich setze alles daran, diesen Traum möglich zu machen und zeitnah umzusetzen.

Oder ein klares NEIN, welches bedeuten würde, dass ich sofort aufhöre, darüber nachzugrübeln.

Ich saß da also in der S-Bahn und ich meinte es richtig ernst. So ernst, dass ich sogar einen kleinen Vertrag mit mir selbst geschlossen und in meinem Notizbuch festgehalten habe. Ich gab mir 48h für diese Entscheidung. Doch keine 3 Minuten später hatte ich meine Antwort, denn ich habe plötzlich ganz klar gespürt, dass ich dieses Verlangen nicht einfach abstellen kann, Vertrag hin oder her. Sicher, ich könnte es unterdrücken. Doch irgendwann würde es mit aller Macht durchbrechen und erneut an die Oberfläche kommen. Nur dann wäre es eventuell zu spät. Und das Verlangen würde sich in Reue verwandeln. Das war keine Option für mich und so habe ich mich an diesem Morgen dazu entschieden, alleine die Welt zu bereisen.

Rückblickend betrachtet war dies eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Denn heute weiß ich, dass ich damals mitten in der Quarterlife Crisis steckte und da ohne diese Paukenschlag auch nicht so einfach herausgekommen wäre.

Das Abenteuer, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Nach der Entscheidung war nichts mehr wie zuvor. Endlich hatte ich wieder ein Ziel, das mich inspirierte. Und was sich erst einmal nach einem langen Urlaub anhört, war am Ende so viel mehr. Die Reise hat mir zum ersten mal ermöglicht, mit Abstand von Außen auf mein Leben zu schauen. Und fast noch wichtiger: Ich hatte zum ersten mal genug Ruhe und Zeit, um mir einmal offen und ehrlich die eine Frage zu stellen, die so unfassbar wichtig ist:

Was will ich eigentlich? Was will ich wirklich?

 Seit der S-Bahn-Fahrt und meiner Reise hat sich viel verändert. Genau genommen ist nichts mehr wie zuvor:

  • Ich habe mein Mädchen kennengelernt und sie geheiratet.
  • Ich habe meinen Job bei der Bank gekündigt und mich selbständig gemacht.
  • Das Thema “Quarterlife Crisis” beschäftigt mich noch immer. Auf benkorbach.com helfe ich Menschen dabei, diese Krise zu überwinden und ein Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten.
  • Ich habe Deutschland verlassen und bin mit meiner Frau nach Zypern gezogen.
  • Doch auch Zypern verlassen wir immer wieder, um unserer großen Leidenschaft nachzugehen: Dem Reisen und Entdecken.

Ich schreibe diese Zeilen im Februar 2019, während ich auf Koh Phangan am Strand sitze. Und ich bin wieder so erstaunt wie jedes mal, wenn ich mir klar mache, was diese S-Bahn-Fahrt vor 4 Jahren alles ausgelöst hat. Diese vermeintlich kleine Entscheidung hat in der längeren Betrachtung einfach alles verändert. Heute weiß ich: Dies war mein Tipping Point. Dies war der Moment, an dem ich angefangen habe, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Reisegruppen für deine größte Reisen

Doch ich möchte ganz ehrlich mit dir sein, lieber Leser, liebe Leserin: Der Weg hierher war nicht immer einfach. Er war lang und steinig. Bevor ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich ihn größtenteils alleine zurückgelegt und mir dabei oft gewünscht habe, eine starke Gemeinschaft an meiner Seite zu haben, die in dieselbe Richtung marschiert. Sozusagen eine Reisegruppe für die große Reise namens “Leben”. Denn auch nach diesem Tipping Point war es nicht immer einfach. Ich hatte mit Herausforderungen zu kämpfen, an die ich davor nie gedacht habe. Doch eines weiß ich mit Sicherheit: Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte an den Moment in der S-Bahn, würde ich mich immer wieder ganz genauso entscheiden. Denn die Herausforderungen sind nur die eine, die matte Seite der Medaille. Die andere, die glänzende Seite nennt sich Leidenschaft, Erfüllung, LEBEN! Nur eine Sache würde ich ein wenig anders machen: ich würde mir direkt eine starke Reisegruppe suchen.


Ben’s Leben hat sich um 180° geändert. 11 Jahre war er bei der Bank, obwohl er nach 3 Jahren schon wusste dass es nicht zu ihm passt. 

Wenn ihr auch spürt, dass das was ihr derzeit macht, nicht zu Euch passt, ihr aber Hilfe bei der Neuorientierungsfindung benötigt – durchstöbert Ben’s Blog oder unsere Aha Retreats Formate. Wir beschäftigen uns ausschliesslich mit diesem Thema.


 

 

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Money-Mindset: Investition in Dich und Deine berufliche Zukunft

Money-Mindset: Investition in Dich und Deine berufliche Zukunft

Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Haustüre wieder reinkommen kann. – Karl Lagerfeld

Bedeuted: Re-Investieren!!

Ein umwerfendes Zitat, das genau zur Thematik unseres heutigen Artikels passt. Von der deutschen Sucht zu Sparen, totem Kapital, Re-Investition – das lest ihr hier!

Deutschland Sparnation – Geld als Symbol für Sorgenfreiheit und Macht

Geld zu haben und zu bunkern scheint für viele ein Symbol für Sorgenfreiheit, Entscheidungsfreiheit, Sicherheit und Macht zu sein. Die Wohlfühl-Latte ist bei jedem unterschiedlich. Hochgradiges Hamstern von Geldbeständen ist eine ganz logische Konsequenz: Beinahe 70% der Deutschen bunkern ihr Geld, anstatt es gleich wieder auszugeben (*Union Investment, 2018). Einfach um zu wissen, dass es da ist. Nochmal 70 % davon legen es aber nicht gerade renditebringend an: Also entweder in Bar unter dem Kopfkissen oder auf dem Girokonto, wo Zinsmäßig mal gar nix passiert (Das Investment, 2018). Noch investieren sie es. Es liegt einfach nur als totes Kapital herum.

Geld als Schadensersatz für Unzufriedenheit im Job?

Das Geldverdienen an sich wird oft als der unangenehme Teil des Ganzen empfunden. Ca. 50 % der Arbeitnehmer in Deutschland sind mit ihrem Job unzufrieden und würden gerne den Job wechseln oder was ganz andres machen (Manpower Group, 2018). Wow!

Schockierend, dass das Geldverdienen so vielen Menschen so wenig Spaß bereitet. Als wäre der Lohn eine Art Schadensersatz für eine 40 Stunden Woche. Ausgehend von 45 Arbeitsjahren, abgezogenem Urlaub und ohne Unterbrechungen sind das 84.600 Stunden Lebenszeit! Die für Tätigkeiten draufgehen, die einem nicht gut tun! Und Lebensqualität rauben. Und letztlich unter dem Kopfkissen versauern und infolge der Inflation auch noch an Wert verliert (Burghardt, 2018)!

Investition in berufliche Neuorientierung – und somit in sich selbst!

Investitionen müssen nicht gezwungenermaßen in Aktien, Immobilien oder andere Anlageformen passieren. Besonders im Kontext beruflicher Veränderung gibt es noch ein weiteres sinnvolles Investitionspotential: INVESTIERE IN DICH.

Geld in SICH SELBST zu investieren, macht sich unterm Strich mit Zufriedenheit, Wohlbefinden und Spaß an der Arbeit bemerkbar. Und – im beruflichen Kontext re-investiert – erhält man es wieder als finanzielle Entlohnung zurück.

Drei Gründe warum wir nicht in berufliche Umorientierung investieren wollen

Wir sind der Frage, warum so wenige in sich selbst investieren, auf den Grund gegangen und haben drei mögliche Gründe für die Unlust an Investitionen in sich selbst gefunden:

1. Fehlende Vision – Unklar in WAS Du eigentlich investierst?!

Investition in Orientierungsfindung:

In jedem von uns steckt eine Berufung. Die Fähigkeiten und Kompetenzen dafür haben wir teilweise schon intus. Aber nicht jeder hat DIE Idee für ein eigenes Business oder den Traumjob und nicht jeder kann dann sofort sagen „Ja, GENAU DAS ist es!“.

Verständlich dass somit wenige Geld für ein persönliches, berufliches Projekt in die Hand, wovon er selbst noch gar nicht überzeugt ist. Es soll ja alles Hand und Fuß haben. Die Motivation eine neue Sache anzupacken ist dann dementsprechend gering.

Ein Grund für die Unlust in die eigene berufliche Veränderung kann also sein, dass er das End-„Produkt“ oder „End-Resultat“ noch nicht klar vor sich sieht. Die Vision fehlt. Dies ist oft ein Henne-Ei Problem. Denn um dahin zu kommen steckt ein längerer Prozess den er erst mal beschreiten– und womöglich Geld in die Hand nehmen – muss.

Um eine erste Orientierung zu finden und einen roten Faden zu spinnen, kann Hilfestellung von außen sehr effektiv sein: unsere Aha Retreats Coaching Programme setzen genau hier an, einen Ansatz für Ideen greifbar und einen Plan für die ersten Schritte zum Ziel zu machen.

Investition in Ausbau von eigene Fähigkeiten, Wissen oder Kompetenzen:

Nicht selten erkennt man im Orientierungsprozess, dass man noch gewisse Skills ausbauen muss oder weitere Unterstützung für die nächsten Schritte braucht. Das können fachliche Weiterbildungen, bestimmte Kurse sowie weiterhin unterstützende Beratungen in strategischen und unternehmerischen Themen sein.

2. Fehlendes Selbstwertgefühl und Mut

Unser Selbstwertgefühl spielt in einem Veränderungs-Prozess eine große Rolle. Wer sich nicht stark und wertig genug fühlt eine berufliche Veränderung zu schaffen, wird vermutlich enden wie ein Wal am Strand. Und der- oder diejenige wird es höchstwahrscheinlich nicht in Erwägung ziehen, in sich zu investieren. Aus dem Gefühl heraus es gar nicht wert zu sein! Und lieber das Geld auf dem Konto eisern weiter dort festhalten.

Anders betrachtet: Konkret zu wissen, was man KANN, was man WILL und für was man sich INTERESSIERT stärkt das Selbstbewusstsein, die Wertschätzung und den Glauben an sich selbst.

Eine ganz grundlegende innere Ressource, die man für berufliche Veränderungen braucht und den Fokus auf das inhaltliche lenkt, mit was man Geld verdient anstatt nur auf das Geld verdienen selbst.

Ein weiterer Grund für die Unlust ins eigene investieren ist also oftmals das fehlende Selbstbewusstsein und der fehlende Mut.

In unseren Aha Retreats holen wir genau diese inneren Ressourcen auf die Bühne, machen sie den Teilnehmern bewusst, damit sie genau hier den Glauben an ihre Ideen und an sich selbst bestärken können.

3. Immer diese Geldsorgen – Selbstständigkeit und Existenzangst

In unserem vorherigen Beitrag Veränderungen im Leben sind wir bereits auf verschiedene Ängste eingegangen, die uns vor beruflichen Veränderungen zurückschrecken lassen. Was ist, wenn mir das Geld ausgeht? Von was soll ich leben, wenn kein sicheres Einkommen mehr reinkommt? Existenzangst spüren viele Selbstständige: vor lauter Sorge, das Geld könnte in einem Veränderungsprozess fruchtlos im Boden versickern, werden viele Projekte gar nicht angepackt.

Sicherlich bedeutet die Kündigung eines „sicheren“ Arbeitsplatzes den Wegfall des garantierten Einkommens. Andererseits gibt sie aber auch viel Platz für Zeit und Energie, die gänzlich in eine eigene Idee investiert werden kann.

Klar, während einer Aufbauphase sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. Womöglich lebt man vom Gründungszuschuss oder Ersparten. Natürlich flattert dann das Herz, wenn es in Richtung eiserne Reserve geht.

Dennoch gibt es hier Möglichkeiten dem gegen zu wirken. Anstatt seinen Fokus nur aufs Sparen und Geld zusammenhalten zu setzen (was uns Deutschen ja quasi in den Genen liegt), lässt sich diese Energie auch geldbringend umleiten in:

– Wie lässt sich mein Business skalieren?

– Wo könnte ich in externen Support investieren um schneller an Einnahmen für mein Business zu kommen?

– Bei welchem zeitlich begrenzten Projekt könnte ich mitarbeiten?

– Kann ich kurzfristig an Geld kommen durch einen Neben- oder Teilzeit-Jobs?

– Vielleicht sogar einen Kredit oder Geld von Freunden leihen?

– Kann ich etwas verkaufen um schnell an Geld zu kommen?

Hauptsache ist, an dem eigenen Vorhaben, am Aufbau, dran zu bleiben, den Glauben an die eigene Idee nicht zu verlieren und sie voranzutreiben.

 

Fazit:

Geld ist ein Machtsymbol. Finanzielle Sorgenfreiheit ist das eine – jedoch Geld nur zwecklos zu bunkern das andere.

Wir lassen uns oft von der Angst vor Geldmangel beeinflussen und vergessen, dass wir innere Stärken haben sodass diese Angst unbegründet ist. In uns selbst investiert, kann uns Geld dabei helfen, unsere Berufung zu finden und uns letztlich mit viel wertvollerer Zufriedenheit, Wohlbefinden und Spaß an der Arbeit zu entlohnen.

Wie der Karl eben sagte: Erst Geld rausschmeissen, damit es wieder zu uns zurückkommen kann!

Literaturverzeichnis:

Burghardt, F. (2018). Wie die Deutschen ihre Milliarden vernichten. Von procontra online: http://www.procontra-online.de/artikel/date/2018/04/wie-die-deutschen-ihre-milliarden-vernichten/ abgerufen Das Investment. (2018). Die Deutschen und das Geld. Von Das Investment: https://www.dasinvestment.com/fvs-research-institute-zum-sparverhalten-die-deutschen-und-das-geld/ abgerufen Manpower Group. (2018). Studie Jobzufriedenheit 2018. Frankfurt am Main: Manpower Group. Union Investment. (2018). Sparen steht in Deutschland hoch im Kurs – sowohl heute als auch morgen. Von Union Investment: https://unternehmen.union-investment.de/startseite-unternehmen/presseservice/pressemitteilungen/alle-pressemitteilungen/2018/Studie–Sparen-steht-in-Deutschland-hoch-im-Kurs.html abgerufen

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Kyras Story: Der (Um-) Weg zu meinem Herzensbusiness

Kyras Story: Der (Um-) Weg zu meinem Herzensbusiness

Vorher: Assistenz der Geschäftsleitung Medienkonzern / Jetzt: Gründerin, Unternehmerin einer Hundetagesstätte //

Kyra ist eine Aha Retreats-Teilnehmerin und schreibt in ihrem Gastartikel über ihre Berufung und den langen Weg dorthin, der sie über viele andere Stationen geführt hat –  bis sie schließlich doch ihrem Herzen gefolgt ist und Unternehmerin wurde.

Selbst- statt fremdbestimmt leben

… und eines morgens bin ich aufgewacht und wusste: ich will es versuchen. Selbständig sein. Endlich mein eigener Chef, selbst- statt fremdbestimmt. Aufregend und beängstigend zugleich, denn die neu gewonnene Freiheit tauscht man ein gegen die Absicherung in einem Angestelltenverhältnis, und das bei erheblich mehr Wochenstunden. Dennoch: Für jemanden wie mich – mit Autoritätsproblem und hoher Eigenmotivation –  verheißungsvoll.

Berufung von klein auf … eigentlich

Zumal es, seit ich denken kann, eine große Leidenschaft in meinem Leben gibt, die man durchaus zum Beruf machen kann: Tiere. Insbesondere Hunde. Schon als kleines Kind wollte ich Tierärztin werden. Mit 12 hörte ich aus Empathie auf, Fleisch zu essen. Ich spüre eine tiefe Verbindung zu Tieren, empfinde Demut und Faszination. Tierleid geht mir unfassbar nah, das war schon immer so, und auch Tierschutz ist mir unheimlich wichtig.

Als Tochter von Eltern, die mir die berufliche Selbständigkeit vorgelebt haben, ist mir das Prinzip alles andere als fremd. Vielleicht habe ich deshalb schon früh gespürt, dass er auch für mich in Frage kommen könnte, dieser Weg. Dass es einen schmerzhaften Verlust brauchen würde, um den nötigen Mut aufzubringen, habe ich nicht geahnt.

Erst einmal auf Nummer sicher

Denn erst einmal habe ich studiert. Jura, wie der Stiefvater. Warum? Wahrscheinlich, weil ich wusste, ich bekomme den Studienplatz für Tiermedizin trotz gutem Abitur nicht, jedenfalls nicht in München. Wegziehen wollte ich nicht. Dann doch lieber auf Nummer sicher.

Nach zwei Semestern war Schluss – Jura, was für eine Schnapsidee. Vielleicht doch lieber etwas mit Medien? Kommunikationswissenschaft, genau, das war’s. Wie sich herausstellte, in Zeiten von Magister eine ganz schön theorielastige und dadurch wenig spannende Angelegenheit. Aber ein zweites Studium zu schmeißen, wollte ich meinen Eltern nicht antun. Außerdem: was hätte ich denn stattdessen studieren sollen? Etwa Tiermedizin? Ein solch langes, schweres Studium, das noch dazu aus meiner Beziehung eine Fernbeziehung gemacht hätte, weil ein Studienplatz in München aussichtslos war?

Der sichere Hafen

Hätte ich mal. Doch stattdessen hat das Sicherheitsbedürfnis überwogen. Nach einem guten Abschluss bewarb ich mich also in einer Mediaagentur für ein Praktikum und wechselte anschließend in ein Volontariat in einer PR-Agentur. Es folgten drei weitere Agenturen, jeweils als Trainee, Projektmanager und Consultant – unterbrochen von Sinnsuche auf langen Reisen und Horizonterweiterung durch Tätigkeiten in völlig anderen Branchen.

Immer wieder landete ich im sicheren Hafen dessen, was ich studiert hatte. Und immer wieder überkam mich nach einiger Zeit eine Unzufriedenheit, die es mir unmöglich machte zu bleiben. Mein Lebenslauf enthält entsprechend viele Stationen. Während Personaler darüber stolperten, wusste ich ganz genau: ich bin noch nicht da, wo ich hin will. Ein Job, der mir sinnvoll erscheint und Spaß macht – das ist das Ziel.

Herantasten an die Berufung

Stets aufs Neue habe ich mich mit Tätigkeiten befasst, die meiner Verbundenheit zu Tieren entsprachen. Etwa einer nebenberuflichen dualen Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Hundetrainerin, die ich abbrach, weil sie mir unprofessionell erschien. Ich habe mich sogar für ein Tiermedizinstudium beworben, die Bewerbung dann aber zurückgezogen, weil mir die Vorstellung, mit Ende 20 noch einmal sieben oder acht Jahre zu studieren, zu große Angst gemacht hat.

Und plötzlich machte es klick – oder doch nicht?

2015 rückte durch eine Eröffnung in der Nachbarschaft die Idee einer Hundetagesstätte in den Fokus – bis zu diesem Zeitpunkt waren mir nur Hundepensionen geläufig, doch die Idee eines Kindergartens für Hunde gefiel mir richtig gut. So gut, dass sie mich nicht mehr losgelassen hat. Ich habe mir Namen und Konzepte ausgedacht, mich schlussendlich jedoch einfach nicht getraut, mich selbständig zu machen.

Also schob ich die Idee erst einmal beiseite und überlegte stattdessen, welche Aspekte meiner bisherigen Jobs ich gerne mochte und welche nicht und fand heraus: ich muss näher an den Menschen. Ich mag es, anderen eine gute Zeit zu bereiten, mich zu kümmern, zu umsorgen. Ich blühe auf, wenn ich planen und organisieren darf und Dinge reibungslos laufen. Also riss ich nach einem Job-Jahrzehnt das Ruder herum und bewarb mich als Executive Assistant bei einem US-amerikanischen Medienkonzern – und wurde genommen. Ob ich dort glücklich war? Zunächst sehr. Und stolz auf mich, Veränderung gewagt zu haben. Mein Mut ist durch diesen Schritt gewachsen.

Die Wendung

Dann starb mein Vater und alles hat sich verändert. Er ging und zurück blieb die Frage: wozu das alles? Mit der Realisierung, auf gar keinen Fall auf mein Leben zurückblicken zu wollen und zu bereuen, Dinge nicht versucht zu haben, habe ich begonnen, dem Universum zu vertrauen. Und plötzlich war sie da, die Zuversicht. Zum ersten Mal in meinem Leben kündigte ich einen Job ohne Aussicht auf eine neue Anstellung. Ich spürte, dass das Richtige kommen wird, wenn ich mich freimache und nahm mir vor, mich erst gegen Ende meiner dreimonatigen Kündigungsfrist zu bewerben.

Mein Weg zu meinem Herzenswunsch

Wochen vergingen und meine Motivation ließ auf sich warten. Total ungewöhnlich für jemanden, der so pflichtbewusst ist wie ich. Genährt durch meinen neu gefundenen Glauben, dass alles gut werden wird, keimte in mir währenddessen ein zartes Pflänzchen, dessen Samen längst gesät war. Tiere. Hunde. Kümmern. Umsorgen. Das Pflänzchen wurde zur Pflanze, mit zarten, aber dezidierten Wurzeln.

Dann, eines Morgens im Sommer, wachte ich auf und spürte mit jeder Faser meines Körpers: ich will es versuchen. Mit der Selbständigkeit. Und zwar als Betreiberin einer Hundetagesstätte.

Mit diesem Vorsatz nahm ich im August 2018 an einem Aha Retreat teil. Während des Workshops manifestierte sich der Wunsch, endlich meinem Herzen zu folgen. Der Zuspruch der Gruppe und die Perspektiven von außen bestärkten mich in meinen Glauben an mich selbst und mein Vorhaben. Genährt von positivem Spirit und inspirierenden Erkenntnissen begann ich, ihn zu beschreiten: meinen Weg.

Auch heute noch, einige Monate nach diesem Morgen, lächele ich bei dem Gedanken an die Gewissheit, die ich in diesem Moment gespürt habe. Die Erleichterung, die sich in mir ausgebreitet hat, fühlte sich an, als würden mir Flügel wachsen. Betreiberin einer Hundetagesstätte, mein eigener Chef –  ich wusste, das ist es, das bin ich. Ich wusste, dass ich bereit bin. Und so kam es, dass das vergangene halbe Jahr der Erfüllung meines wahrscheinlich ältesten und größten Herzenswunsches gewidmet war: mich um Tiere zu kümmern. Am 04. März 2019 eröffnet die DOGizil Hundetagesbetreuung. Es ist der 1. Todestag meines Vaters.

Von Kyra Haferkamp


Ich bin so froh dass Kyra ihre Berufung wirklich auslebt & damit auch noch etwas sinnvolles erschafft. Kyra liebt nicht nur Tiere & Hunde aus vollem Herzen. Sie ist auch ein lebendiges Tier-Wiki. Möchtest Du etwas über Hunde-Erziehung oder Gewohnheiten über Hunde wissen – frag sie 🙂 Dein Hund ist auf jeden Fall in den besten Händen bei ihr und ihrer neuen Hundetagesstätte aufgehoben. Bei Interesse wende Dich an dogizil-huta.de oder direkt an Kyra Haferkamp.

Wenn Du Unterstützung bei Deiner beruflichen Veränderung benötigst melde Dich bei uns. Wir bieten kostenlose Telefonate & Webinare & Meet-Ups an damit Du uns und unsere Herangehensweise erst einmal kennenlernst.

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In dem Artikel widmen wir uns dem Thema Gewohnheiten & Routinen und wie wir schlechte Gewohnheiten ablegen können.

«Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten» – Jean Cocteau

Aus der Routine ausbrechen und den Neustart wagen

Die Macht der Gewohnheit kennt jeder von uns. Der Alltagstrott hält uns fest im Griff und wir neigen dazu, uns nicht immer wieder aufs Neue zu entscheiden, sondern bereits getroffene Entscheidungen zu wiederholen. Dies sogar dann, wenn sich die Rahmenbedingungen und Umstände geändert haben.[1] Grundsätzlich ist dies nichts Negatives. Gewohnheiten haben durchaus ihre Berechtigung und sind im Alltag oft sogar nützlich und nötig. Denken ist anstrengend und müssten wir uns jeden Morgen Gedanken darüber machen, ob und was wir nun frühstücken und welchen Weg wir zur Arbeit nehmen möchten, wäre unser Gehirn tagtäglich heillos überfordert. Routinen helfen dem Gehirn dabei Energie zu sparen und sind zudem Risiko minimierend. Rund 80 % von unseren Taten und Handlungen sind automatisiert. Routinen und Gewohnheiten sind also überlebenswichtige Mechanismen.[2]

Aber nebst den gesunden Routineentscheidungen gibt es eben auch die schlechten Angewohnheiten. Möchten wir in unserem Leben etwas entscheidend ändern, sei es im privaten oder beruflichen Bereich, kommen wir oft nicht darum herum, unsere alten Gewohnheiten abzulegen und uns Neue anzugewöhnen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Sicherlich hat schon jeder mal vergeblich versucht seine Gewohnheiten zu ändern. Typisches Beispiel hierfür sind die altbekannten Neujahrsvorsätze, welche Mitte Januar bereits der Vergangenheit angehören.

Wie schaffen wir es also unsere Gewohnheiten abzulegen, unsere Ziele zu erreichen und damit 2019 zu unserem Jahr zu machen?

Die Schwierigkeit Gewohnheiten abzulegen

Eine Studie des University College in London konnte zeigen, dass ein Mensch durchschnittlich 66 Tage benötigt um seine Gewohnheiten zu ändern[3]. Allerdings variierte der individuelle Zeitraum der Probanden stark zwischen 18 Tagen und 254 (!) Tagen. Dieses Resultat zeigt auf, dass das Ablegen von Gewohnheiten keinesfalls eine leichte Übung ist, uns allen aber unterschiedlich einfach oder schwer fällt. Gerhard Roth, ein deutscher Hirnforscher ist sogar der Meinung, dass es kaum etwas Schwierigeres für das menschliche Gehirn gibt, als das Ablegen von Gewohnheiten.[4]

Bevor du dich überhaupt von deinen «schlechten» Gewohnheiten befreien kannst, muss du dir überlegen, welche genau dich daran hindern deine Ziele zu erreichen. Möchtest du dich beispielsweise beruflich weiterentwickeln, bewirbst dich aber nur auf Stellen, welche perfekt deinem Profil entsprechen und eigentlich gar keine wirkliche Weiterentwicklung sind? Gewohnheiten bestimmen nicht nur was du frühstückst oder welchen Weg du zur Arbeit wählst, sie bestimmen auch, wie du dich in Meetings verhältst, auf welche Jobs du dich bewirbst und wie du auf Vorgesetzte und im Vorstellungsgespräch wirkst.

Höre auf Dein Bauchgefühl

Werde dir bewusst, welche Ziele du verfolgen möchtest. Hör auf dein Bauchgefühl. Wie sieht dein Herzenswunsch aus? Was willst du unbedingt erreichen? Das hört sich alles einfacher an als getan. In einem zweiten Schritt darfst du über deine Stärken und Talente nachdenken. Erkenne deine Individualität und nutze diese für deine Zwecke. Schaffe dir ein klares Zielbild und überlege dir, wie du es erreichst. Du wirst schnell merken, dass du dir neue Gewohnheiten zulegen und alte ablegen musst um deine Ziele zu erreichen.

Die folgenden Tipps sollen dir dabei helfen aus Routinen auszubrechen.

Wie breche ich aus Routinen aus?

Ziele einfacher erreichen mit Hilfe von Meilensteinen

Gerade weil es so schwer ist aus der Routine auszubrechen, ist es wichtig, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. Es hilft das grosse Endziel in kleine Zwischenziele, sogenannte Meilensteine, zu unterteilen. Die Motivationsforschung hat gezeigt, dass, je näher man seinem Ziel ist, desto grösser ist die Motivation dieses zu erreichen. Man spricht hier vom sogenannten Goal-Gradient-Effect[5].Ein Beispiel hierfür das wir alle kennen, sind Stempelkarten. Untersuchungen in einem Cafe haben gezeigt, dass die Kunden öfter und in kürzerer Zeit einen Kaffee kaufen, je näher sie dem Ziel, in diesem Fall einen Gratis-Kaffee nach 10 Stempeln, kommen[6]. Zwischenziele helfen also unsere Motivation nicht zu verlieren und so das grosse Endziel schneller und überhaupt zu erreichen.

Rasch beginnen hilft dabei das Ziel zu erreichen

72 Stunden. So viel Zeit bleibt uns, um mit einem neuen Vorhaben zu beginnen, ansonsten sinkt die Chance, dass wir das neu gesteckte Ziel ernsthaft verfolgen auf mickrige 1 Prozent. Der Grund dafür ist eigentlich ziemlich naheliegend. Wer sich ein Ziel setzt und sofort beginnt darauf hinzuarbeiten überlistet einerseits den bösen inneren Schweinehund und andererseits zeugt dies von Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Der erste Schritt ist bekanntlich der Wichtigste. [7]

Gewohnheiten ablegen fällt uns in verändertem Kontext einfacher

Alle Gewohnheiten sind Reaktionen auf einen bestimmten Auslösereiz. Das kann beispielsweise der Blick auf die Zigarettenschachtel sein oder der unfreundliche Blick des Chefs, worauf zu Schokolade gegriffen wird. Wendy Wood, eine Psychologin von der University of Southern California konnte in vielen Experimenten aufzeigen, dass Menschen Situationen starr mit Handlungen verknüpfen. Dies macht deutlich, dass, wenn wir unser Verhalten ändern möchten, wir den Kontext ändern müssen. Wood konnte zeigen, dass neue Vorhaben viel leichter in die Tat umgesetzt wurden, wenn beispielsweise im Urlaub, also in einem anderen Kontext, damit begonnen wurden.[8]

Neue Gewohnheiten bilden hilft beim Erreichen der Ziele

Es ist deutlich einfacher neue Gewohnheiten zu etablieren, als alte abzulegen. Wie oben beschrieben hilft eine Veränderung des Kontexts dabei, schlechte Gewohnheiten abzulegen. Genauso hilft ein veränderter Kontext dabei, sich neue anzugewöhnen. Durchforste die Jobbörsen das nächste Mal nicht von zu Hause aus, sondern beispielsweise aus einem schönen Café. Belohnungen helfen zusätzlich, sich an neue Gewohnheiten zu halten.[9] Hast du dich auf 5 neue und auch spannende Jobs beworben oder in Meetings 10 Mal etwas gesagt? Dann hast du dir eine Massage, ein feines Essen oder ein neues Business Outfit verdient.

Neue Wege gehen

Aus der Routine auszubrechen hört sich zwar einfach an, ist aber ein ganzes Stück Arbeit. Damit du 2019 deine Ziele besser und leichter erreichst, solltest du dir Meilensteine setzen und so dein Ziel in kleine Etappen unterteilen. Beginne innerhalb von 72 Std mit deinem neuen Vorhaben, so kannst du sicherstellen, dass die Chancen dein Ziel zu erreichen am höchsten sind. Wenn dich alte Gewohnheiten daran hindern dein Leben zu ändern, dann ist es einfach, dir Neue anzueignen, als Alte abzulegen. Kommst du nicht darum herum die alten abzulegen um deine Wünsche zu verfolgen, dann ändere den Kontext in welchem die Gewohnheiten auftreten, um diese dir leichter abzugewöhnen. Bevor du dein Leben aber komplett auf den Kopf stellst, möchte ich dir noch das Zitat von William Fauker mit auf den Weg geben: «Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit.»

Quellenangabe;

[1] https://wpgs.de/fachtexte/motivation/die-macht-der-gewohnheit/

[2] https://www.sanitas.com/de/magazin/zusammenleben-heute/das-gehirn-liebt-gewohnheiten.html

[3] https://centrespringmd.com/docs/How%20Habits%20are%20Formed.pdf

[4] https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/tid-28974/kultur-und-leben-medien-so-besiegen-sie-schlechte-gewohnheiten-das-schwierigste-fuers-gehirn-gewohnheiten-ablegen_aid_897435.html

[5] https://www.tagblatt.ch/leben/wer-braucht-schon-ziele-ld.1045689

[6] https://medium.com/its-all-in-your-mind/the-psychology-behind-loyalty-cards-5e330e59d568

[7] https://karrierebibel.de/72-stunden-regel/

[8] https://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/02/Psychologie-Gewohnheiten/seite-3

[9] https://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/02/Psychologie-Gewohnheiten/seite-4

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Meine 7 Learnings als Neugründerin

Meine 7 Learnings als Neugründerin

Als Unternehmerin lernt man nie aus & es entstehen durch Ideen manchmal ganz neue Ideen. Genau das finde ich das Spannende daran.
Meine persönlichen 7 Learnings als Neugründerin habe ich in einem Video geteilt und hier schriftlich zusammengefasst. Es gibt bestimmt bald einen zweiten Teil 🙂

 

Learning Nr 1 – Augen auf bei der Wahl des Gründer Teams oder Co-Gründers

Es ist zweitranging welches Business Model Du hast oder welches Produkt Du verkaufst, solange die Kommunikation im Team nicht passt und jedes Teammitglied unterschiedliche Visionen hat.

Learning Nr 2 – Hab eine Vision für Dein Unternehmen.

Hinterfrage das WARUM des Unternehmens und sei Dir Deiner intrinsischen Motivation bewusst. Schreibe es auf oder male es auf – und schau immer wieder drauf. Die Vision wird Dich in schwierigen Phasen pushen und motivieren, oder gar vom aufgeben abhalten.

Learning Nr 3 – Habe einen Fokus & arbeite in Sprints

Die Ideen sprudeln, Möglichkeiten sind unendlich, es ist soo viel zu tun und somit können die Aufgaben schnell Überhand nehmen. Fokussiere Dich auf EINE Sache für gewisse Sprints, also Zeitabschnitte, und verfolge das in der Zeit zu 100 %.

Learning Nr 5 – Prototype! Teste schnell aus

Du weißt nicht ob Dein Produkt ankommt, noch welche Marketingkanäle funktionieren. Daher teste schnell, ohne lange zeitliche Ressource und grosses Budget. Du wirst dabei so viel lernen, was Du vorher nicht gedacht hättest. Implementiere das Gelernte und optimiere so fortlaufend.

Learning Nr 6 – Halte Deine To Do Listen realistisch

Ansonsten hast Du das Gefühl nichts geschafft zu haben und wirst frustriert. Die To Dos werden nie enden, daher ist wichtig wie Du damit umgehst und…die Reise geniesst.

Learning Nr 7 – Geniesse die Reise

Der Weg ist das Ziel. Schätze die kleinen Erfolge, wie z.B. ein positives Feedback . Wenn Du in windeseile ein Millionen-Unternehmen aufbaust, bist Du ja womöglich wieder gelangweilt. Das eigentliche Abenteuer ist doch der Aufbau.

Anders gefragt: Was bedeutet Erfolg für Dich? (Es hat nicht immer alles nur mit Geld zu tun!) Für mich: Mein tun hat einen Sinn, ich bin in meinem Element und ich möchte finanziell sorgenfrei sein um die Punkte zuvor in vollen Zügen geniessen zu können und nicht ständig das Thema Geld in den Vordergrund zu stellen.


Ich erhoffe mir, dass ganz viele ihre Ideen wenigstens mal antesten und eine wahre Chance geben! Glaub an Dich, wenn Du es nicht tust wieso sollten es andere? Wenn Du einen kleinen Tritt in den H… benötigst, Unterstützung beim Business Modellieren oder einfach eine externe Meinung – kontaktiere mich. Ich find es super spannend neue Ideen zu entwickeln und freue mich anderen dabei zu helfen etwas zu erschaffen und bewegen.

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