Jeder sucht ihn: Den ultimativen Traumjob. Die wenigsten wissen, wie er überhaupt aussähe und demnach auch nicht, wie sie ihn kriegen.

Sofern du den Anspruch hast, dass ein Job mehr als zum Geld verdienen da ist, solltest du für dich ein paar Fragen beantworten um den, für dich passenden Job und ideales Arbeits-Leben, zu definieren.

Berufliche Neuorientierung zwischen 30 und 45

Nach der Ausbildung und dem Studium folgen wir dem vorgegebenen Karriereweg linear weiter und versuchen fachlich voran zu kommen. Erst später erkennen wir, dass wir unsere individuellen Potenziale gar nicht ausschöpfen.

Wir entwickeln uns stetig weiter und erweitern unsere Kompetenzen, doch die Anforderungen im Beruf stagnieren. Nach einigen Jahren bietet der Job keine Herausforderung mehr und wir sind gelangweilt. Außerdem passt er gar nicht mehr neuen Lebenssituation oder den Werten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir innerlich kündigen ist sehr hoch.

Zwischen 30 und 40 Jahre haben wir uns schon wohlig in einer Komfortzone eingenistet. Wir sind gehaltlich da, um solide und gut zu leben und nicht jeden Euro umdrehen müssen, haben womöglich eine schöne Wohnung und machen jährlich einen ausgiebigen Sommerurlaub und Skitrip.

Dennoch lässt einen diese innere Stimme der Unzufriedenheit nicht los. Und es liegen noch weitere 20+ Arbeitsjahre vor uns.

Das Ziel: Den Traumjob ergattern

Ein Job geht weit über Fachliches und Gehalt hinaus. Ein Job kann eine Lebensaufgabe sein, für Selbstverwirklichung stehen. Durch den Job kann ich die Welt bereisen, mir Wissen über ein Themengebiet aneignen, viel über mich lernen und mich entwickeln, in verschiedene Rollen schlüpfen. Die Tägtigkeit kann mich in einen Flowzustand bringen und einen Beitrag für die Welt schaffen. Ein Job soll mit meinem Privatleben vereinbar sein. Das Jobumfeld bringt mich mit anderen Menschen zusammen. Ein Job soll Spaß machen und Energie geben, anstatt nehmen.

Wie definierst du für dich nun deinen Traumjob?

Die Ikigai Methode – Welche Fragen solltest du dir stellen?

Ikigai bedeuted lebenswert und ist die Quintessenz aus den Fragen: Was mag ich? (Leidenschaft) Was kann ich? (Berufung) Was braucht die Welt? (Deine Aufgabe) Wofür werde ich bezahlt? (Beruf)

Die Antworten auf diese Fragen sind zwar in dir drin, aber um da ranzukommen, musst du dich erst einmal mit dir beschäftigen.

In unserem Webinar “Auf zum Traumjob – wie du in 4 Phasen herausfindest, welcher Job wirklich zu dir passt.” zeigen wir auf, wie du die Antworten auf diese Fragen erhältst.

 

Erkenne deine Werte 

Ein guter Startpunkt sind deine Werte. Sie geben schon einmal einen groben Rahmen, welches Arbeits-Lebens-Model du anstrebst und was dir wichtig ist im Leben. Deine generellen Werte, spiegeln sich teilweise auch im Job wider. Job und Privatleben gehen Hand in Hand.

Werte sind dein Kompass

Ziemlich sicher kannst du deine Werte nicht ausm Stegreif benennen. Besonders schwierig wird es nur 20 zu benennen und zu unterscheiden was dir wichtiger ist. z.B. Führungsqualitäten oder Teamarbeit? Idealismus oder Wohlstand? Freiheit oder Sicherheit?

Um dir über deine Werte bewusst zu werden, suche dir eine Werteliste und fange ab jetzt an, bei all deinen Entscheidungen bewusst darauf zu achten, was deine Intuition sagt und zu was du in dem Moment tendierst.

Vergiss erst mal das Geld

Lass dich nicht von Geld leiten. Das vernebelt den Blick in dein Inneres. Denn ist ja logisch, am Ende wollen wir alle Sicherheit und finanziell sorgenfrei leben. Aber darüber hinaus, was willst du noch?

Wenn Geld in deinem Leben keine Rolle spiele, nach welchen Werten würdest du dann streben?

Erkenne deine Glaubenssätze und Blockaden

Wir haben viele Menschen in unserer Community befragt, was sie abhält eine berufliche Veränderung anzugehen. Die meist genannte Antwort ist: Angst vor Geldmangel und Sicherheitsverlust.

Das worst-case scenario wäre in dem Fall: Du beginnst etwas Neues und verdienst keinen Cent mehr. Dies macht dich nervös. Du hast Angst deine Miete und dein Essen nicht mehr zahlen zu können (Was im Sozialstaat Deutschland niemals, never ever, eintreten wird.)

Eine unserer Coaching-Übungen lautet „Die Problemumkehr“. Was könntest du machen, um das Problem noch schlimmer zu machen?

Im Prinzip ist der Grund, der dich vor einer beruflichen Veränderung abhält, nicht Angst vor Geldmangel und Sicherheitsverlust.

Sondern fehlendes Vertrauen in dich selbst. Fehlendes Vertrauen in die eigene Fähigkeit eine Lösung dafür zu finden, wieder Geld zu erwirtschaften. Fehlendes Vertrauen in die eigene Fähigkeit etwas Neues zu lernen, eine Selbständigkeit aufzubauen. Vielleicht fehlt sogar die Vorstellungskraft richtig happy zu sein und hast den Glaubenssatz „Mein Job wird mich nie wirklich erfüllen“.

Es ist also das richtige Mindset entscheidend um in die Gänge zu kommen. Und um dieses aufzubauen ist eine kleine Gehirnwäsche nötig 😊 Das geht nicht über Nacht.

 

Erfahrungswerte sammeln – Traumvorstellung versus Realität

Ich habe schon einige berufliche Stationen hinter mir und viel ausprobiert. Und eines kann ich mit Sicherheit sagen: In „echt“ ist alles anders, als ich es mir vorher ausgemalt hatte. Mein Wunsch war es z.B. in einer coolen, hippen Werbeagentur in München zu arbeiten. Nach einigen Jahren hab ich es geschafft und eine Stelle ergattert. Es gab permanenten Zeitdruck, einen rauen Umgangston, ich durfte überhaupt keinen Fehler machen (was in der Corporate World niemanden gestört hatte, da ich dort nur ein Mini-Rädchen war) und ich hab täglich Überstunden geschoben. Hip und cool war es nur von Außen. Eine gute Erfahrung war es trotzdem. Das kann ich nun getrost abhaken.

Weitere Beispiele an sogenannten „Traumjobs“, die wir oft hören sind:

  • Cafe Besitzer in der Südsee
  • Co-Working Besitzer in den Bergen,
  • Reiseguide in einem warmen Land,
  • Yoga Lehrer,
  • Virtuelle Assistenz,
  • Blogger, Life Coach

Prototype your life and job

Was ich damit sagen will: Sammle so viele echte Erfahrungen wie möglich. Baue keine jahrelangen Luftschlösser, sondern lerne, lerne, lerne.

Möglichkeiten zum Lernen gibt es Unzählige. Oftmals auch ohne dem Risiko, den jetzigen Job direkt an den Nagel zu hängen. Befrage doch einfach mal diejenigen, die den Job, der dir vorschwebt, haben. Oder biete an, abends, an den Wochenenden oder nutze deine freien Tage wo auszuhelfen. Mache ein Praktikum, starte ein Nebenprojekt, organisiere ein Event/Workshop. Teste dein Produkt, deine Idee, an Test-Kunden.

Es gilt immer: Schnell austesten, herausfinden wie es sich in echt anfühlt und wo es hakt und mit den Erkenntnissen weitermachen.

 

(Über-) Qualifizierung durch Weiterbildungen und Ausbildungen

Dir fehlt fachliches Wissen um dich für deinen Traumjob zu bewerben? An der Stelle möchte ich ein wenig provozieren.

Ist für das, was du vorhast, wirklich eine Ausbildung und ein Zertifikat nötig? Oder ist dies nur ein Glaubenssatz, dass du denkst, du seist noch unterqualifiziert? Oder versteckst du dich hinter der Tatsache, anstatt, einfach mal ins Tun zu kommen, lieber noch schön, bequem eine weitere Ausbildung zu beginnen?

Hast du dich denn bereits beworben? Weißt du bei Absagen, ob es daran lag, dass genau diese fachliche Weiterbildung fehlt? Hast du auf Events genetworked und dein Interesse für Job XY persönlich bekundet?

Give it a try! Womöglich klappts direkt mit der Stelle – ohne nochmal 12 Monate für noch mehr theoretisches Wissen zu opfern.

 

Quereinstieg – Ja, er ist möglich!

Du möchtest in eine neue Branche oder ein neues Aufgabengebiet? Vielleicht gibt es andere Möglichkeiten einen Quereinstieg zu schaffen, als sich fachlich (über-) qualifizieren. Start-Ups und moderne Firmen interessieren viel mehr Persönlichkeitstyp und intrinsische Motivation. Wenn das zu der Firma passt, ist das Fachliche einfach zu lernen.

Ich war vor der Gründung von Aha Retreats keine Unternehmerin. Wie auch, irgendwann ist ja immer das erste Mal. Zu meiner Story, wie ich meinen Traumjob kreierte

Genauso wie SEO Expertin Maike, die ihre eigene SEO Agentur gegründet hat. Sie war früher in einem Architekturbüro tätig und fand SEO super spannend. Sie hat sich das Wissen nach und nach selbst angeeignet. Hier geht’s zu Maikes Story als Video-Interview.

 

Sabbatical – Auszeit nutzen zum neu ausrichten

Ob burn-out, bore-out oder generelle Unzufriedenheit: Womöglich fehlt dir abends die Energie dich mit einer beruflichen Neuausrichtung zu beschäftigen. Sabbaticals bieten eine ideale Möglichkeit das Hamsterrad für eine gewisse Zeit anzuhalten und mal wieder die Vogelperspektive auf deine Gesamtsituation einzunehmen.

Außerhalb des täglichen Alltags ist es einfacher auf sein Herz und Intuition zu hören.

Aber bedenke, die Zeit vergeht wie im Fluge und nur am Strand zu relaxen bringt dich langfristig nicht weiter. Nutze also eine Auszeit systematisch, damit du langfristig zufrieden und happy wirst.

 

Berufliche Neuorientierung Beispiele

  • Kyra – auf Umwegen zur Berufung

Da gibt es z.B. Kyra, 38 Jahre, welche auf Umwegen, welcher fast 20 Jahre lang dauerte – zu ihrem absolut perfekten Job kam:

Sie ist nun Betreiberin einer Hundetagesstätte. Zuvor war sie allerdings Jura Studentin und Angestellte im Medienbereich. Wollte sie doch was Vernünftiges machen. Der Tod ihres Vaters hat sie zum Umdenken gebracht.

Sie meinte: „Der Verlust hat mir gezeigt, dass meine Zeit endlich ist. Das hat mich dazu gebracht, einfach mal zu machen. Was ist schon das Schlimmste, was passieren sollte?!“. Hier geht’s zu Kyras Story.

 

  • Ben – Raus aus der Komfortzone

Dann ist da Ben, 34 Jahre, welcher 11 Jahre lang (!) die bequeme Komfortzone des Bankangestellten-Alltags nicht verlassen konnte. Zu viele Ängste und fehlendes Vertrauen in sich selbst hielten ihn zurück. Er entschied sich, anstatt Party zu machen, herauszufinden, was er wirklich will.

Irgendwann gab er der inneren Stimme seinem Herzen zu folgen doch nach und entschied sich zu kündigen. Er baut sich nun ein Online-Unternehmen auf und reist mit seiner Frau als Digitaler Nomade durch die Welt. Bens Story ist hier nachzulesen.

 

Resume:

Das Suchen des Traumjobs beginnt nicht bei stepstone & Co sondern mit dem Kennenlernen von dir selbst. Selbstvertrauen und Mut in die eigenen Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle um ins Umsetzen zu kommen. Es ist wichtig sich das Ziel zu visualisieren um daraufhin einen Plan zu entwickeln. Und enjoy the journey!

 

Keine Ahnung, wie du herausfindest was du willst und was in dir steckt? Genau dafür haben wir kompakte Kurse entwickelt. Vereinbare gerne ein Gespräch um uns deine Situation zu schildern und mehr über unsere Programme zu erfahren: 

https://calendly.com/steffi-losert/20-minuten-kostenloses-beratungsgesprach

Zur Checkliste “Selbsterkenntnisse”

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst du gezielt weiter vorgehen.

Hier geht’s zur Checkliste.

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