Wie ich meine Karriere als CFO beendete und zurück zu meiner Passion fand mit neuen Standbeinen

von | 09.08.2022 | Blogs | 0 Kommentare

Was brachte mich letztendlich dazu meinen Posten als CFO nach 28 Jahren Firmenzugehörigkeit aufzugeben?

Als Antwort auf diese Frage kann ich nicht den einen Auslöser nennen. Es war ein schleichender Prozess. Wie es dazu kam, wie ich diesen durchbrach und wie ich meine Karriere heute gestalte, werde ich gerne mit euch teilen.

Mit meiner Geschichte möchte ich einige Klischees durchbrechen und Mut zum beruflichen Neustart machen. 

 

Aus meiner Erfahrung mit dem “Design Your Life & Job” Ansatz von Aha Retreats habe ich gelernt

  • Über 50 ist eine Neuausrichtung möglich (welche sich finanziell genauso trägt)
  • Eine Neuorientierung beginnt keinesfalls bei 0 
  • Es ist machbar aus dem Zustand der Frustration herauszukommen und seinen Antrieb und Passion wiederzufinden 
  • Wir bringen so viel mehr mit, als was wir an der Oberfläche sehen
  • Bei einem Neustart verdient man zwangsläufig nicht weniger oder gar nichts, sondern womöglich sogar mehr
  • Arbeit ist so viel mehr als eine einzige Rolle ausüben

 

Neuausrichtung nach 28 Jahren im selben Betrieb

Ich bin Walter, 55 Jahre, Familienvater von 17 jährigen Zwillingen und wohne im Umland von München in einem schönen Haus mit Garten.

28 Jahre lang war ich in ein und demselben mittelständischen Unternehmen tätig, zuletzt in der Funktion als CFO. 

Man könnte sagen ich durchlief die klassische Karriere. Das Unternehmen, ein internationaler Mittelstand, habe ich von Tag eins an mit aufgebaut. Ich startete nach dem Studium als Junior wechselte nach und nach Abteilungen und stieg systematisch die Karriereleiter nach oben.

Für viele Jahre machte mir der Job Spass. Ich wirkte in spannenden internationalen Projekten mit und lernte viel.

Doch nach und nach schlich sich eine gewisse Unzufriedenheit ein. 

Der Grund war ein Summarum an äußeren Einflüssen:

Der Zahlendruck stieg und als CFO war es natürlich meine Aufgabe diesen von oben nach unten an die Mitarbeiter weiterzugeben.

Aufgrund einer Systemumstellung verschlechtere sich unsere Qualität, hinter der ich als Abteilungsleiter nicht mehr stand.

Des Weiteren wurden Teile der Abteilung outgesourced.

Dies Maßnahmen ginge alle zu Lasten der Mitarbeiter. Mir fiel es schwer mich hier abzugrenzen und die Vorgaben authentisch zu vertreten.

Ich spürte dass ich mir selbst nicht mehr treu bin.

Ich fühlte mich nach und nach mehr als Befehlsgeber anstatt als Mitgestalter und spürte dass ich mir nicht mehr treu bin. 

Die Unzufriedenheit vom Job wirkte sich bereits auf das Privatleben aus..

Für einige Jahre hielt ich noch durch, doch dann machte es sich körperlich bemerkbar. Ich hatte immer öfter Kopfweh, war ständig gereizt und meine Blutwerte wurden schlechter.

An Silvester im Jahr 2019 wurde dann das Peak erreicht. Als ich an Silvester einen Anruf erhielt noch eine „Feuerlösch-Aktion“ durchzuführen, fasste ich den Entschluss dass eine Änderung her muss und zwar schnell. Ich überlegte zu kündigen.

Mein Umfeld, also mein Freundeskreis hielten mich für verrückt hinsichtlich der Entscheidung. “Wie kannst du so einen guten Posten aufgeben?”, “So eine Karriere wirft man doch nicht weg!”

Mir waren Titel nie wirklich wichtig, sondern immer schon viel wichtiger wie es mir als Person geht.

Mir waren Titel nie wirklich wichtig, sondern immer schon viel wichtiger wie es mir als Person geht.

Und da hab ich mal in mich reingehört und gespürt: Es geht mir nicht mehr gut, also muss ich was tun.

So kam es, dass ich das Unternehmen nach knapp drei Jahrzehnten verliess, ohne etwas Neues zu haben.

 

Ein neuer Lebensabschnitt begann

Ich googelte nach Karrierecoachings und stiess auf Aha Retreats. Anstatt dich die Karriereleiter nach oben zu bringen gehts hier um die ganzheitliche Gestaltung des Arbeitslebens mit mehr Sinn und Wert. Die spannende Herangehensweise mit Design Thinking einen Karrierewechsel anzugehen sowie der sympathische Auftritt sprachen mich sofort an. Und so hatte ich überhaupt keine Bedenken das Coaching Programm zu buchen. Meine bisherige Lebenserfahrung zeigten mir bisher immer, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Und es bestätigte sich auch hier.

Oft ist es am schwierigsten den Mut aufzubringen, eine Entscheidung zu fällen und dann konsequent Schritt für Schritt ins Tun zu kommen. Das geht am besten mit Mentoren, die wissen wie das geht.

Mit dem Coaching Programm durchläuft man 3-Phasen um sein Arbeitsleben von Grund auf neu auszurichten. Das Besondere ist, man startet beim Kennenlernen von sich selbst. Erst dann geht man über in die (Job) Entdeckungs Phase und dann gehts in die Umsetzungs-Phase.

 

Mein Ziel: Meine Passion wiederentdecken

Mein Ziel war mir etwas zu erschaffen, wo ich wieder Passion dabei spüre. Ich war nicht darauf aus mir wieder einen neuen hohen Posten zu suchen, für die nächsten 20 Jahre.

Für mein neues Chapter liess ich mir viel Zeit und liess mich voll und ganz auf die Journey ein, welche ich zusammen mit den beiden Mentorinnen sowie den Aha Retreats Wegbegleitern durchlief.

In der “Sich Verstehen” Phase ging ich tief ins Bewusstsein

Um die Coaching Übungen gewissenhaft zu machen etablierte ich eine neue Routine. Anstatt morgens ins Büro zu hetzen, startete ich den Tag ganz entspannt und voller Neugier was ich heute über mich lernen werde mit den Videos von Steffi & Marion. Jeden Tag nach dem Aufstehen machte ich mir einen Cappuccino, setzte mich auf unsere Terrasse mit Blick ins Grüne und bearbeitete den Online-Kurs.

Wenn ich eine größere Veränderung zulasse. WAS soll ich dann stattdessen machen?” Später durfte ich lernen, dass ich mir die falsche Frage stellte.

Meine große Frage, mit der ich in den Kurs ging, war: “Wenn ich eine größere Veränderung zulasse. WAS soll ich dann stattdessen machen?”. Später durfte ich lernen, dass ich mir die falsche Frage stellte.

Beim Durchlaufen des Kurses entdecke ich das schreiben für mich. Die ausgefüllten Aufgaben des Kurses sammelte ich in einem Ordner mit fröhlicher Farbe. Jede Kleinigkeit spielt auf das Konto positive Zukunftsgestaltung ein. So auch ein physischer Ordner mit einer optimistischen Farbwahl.

In den schaue ich bis heute noch gerne rein. Die Sammlung stellt ja quasi ein Gesamt-Profil von mir da, welches ein immer klareres Bild abzeichnete. Ich hab mich noch nie zuvor so viel mit mir beschäftigt.

 

Die innere Gewissheit dass etwas Tolles auf mich wartete

Die beruhigende Erkenntnis aus all der Bewusstseins-Arbeit ist, dass ich schon viel mitbringe. Dieses intensive Beschäftigen mit mir selbst, gab mir die innere Gewissheit dass etwas tolles Neues auf mich wartet. 

Nach und nach wurde ich immer optimistischer, selbstbewusster und kreativer.

Nach und nach wurde ich immer optimistischer, selbstbewusster und kreativer.

Nach einigen Wochen hatte ich genügend Erkenntnisse über mich gesammelt sodass ich nun für immer auf ein solides Fundament zurückgreifen kann. 

 

Die Entdecken-Phase

Und dann war ich bereit für die zweite Phase – und zwar in neue berufliche Richtungen für mich zu denken und neue Job-Ideen zu spinnen. 

Auch hier ist man im Aha Retreats Coaching nicht allein. Sondern wird Schritt für Schritt methodisch durchgeführt, mit vielen Impulsen versorgt und hat eine Gruppe an Menschen für Austausch.

In der Entdecken-Phase gehts darum die Arbeitswelt mit einem offenen 360° Blick zu betrachten und Dinge aktiv auszuprobieren. Die Scheitern-Kultur wird hier richtig gelebt (Marion & Steffi nennen es aber nicht Scheitern sondern Lern-Kultur)  und lebenslanges Lernen ist die Grundlage.

 

Das Zyklus-Denken hilft enorm dranzubleiben 

Was mir dabei total geholfen hat, war das Zyklus-Denken. Ausprobieren, ein paar Schritte gehen und fühlen wie es mir dabei geht. Dann zu gucken was davon nehme ich mit und was lass ich sein.”

“Was mir dabei total geholfen hat, war das Zyklus-Denken. Ausprobieren, ein paar Schritte gehen und fühlen wie es mir dabei geht. Dann zu gucken was davon nehme ich mit und was lass ich sein.”

Da war natürlich die Aha Retreats Community total hilfreich. In einer Umbruchphase kommt man immer wieder an den Punkt wo man sich stuck fühlt oder Zweifel hochkommen. Der regelmäßge Austausch hilft sofort die Motivation wieder hochzuhalten. Außerdem kommen bei 10 Menschen (mit denen ich die Veränderungsreise gleichzeitig gestartet habe) 10 Mal so viele Ideen zusammen als alleine. Das nennt man Schwarmintelligenz.

 

Sich auf den Weg machen mit Job-Schnuppern

Meine Job-Testings in den ersten Monaten waren folgende:

  • Cross-Fit Box:

Zusammen mit einer Aha Retreats Wegbegleitern startete ich ein Crossfit Franchise-Unternehmen. Dieses endete allerdings sehr plötzlich, da es sich für meine Business Partnerin nicht stimmig anfühlte. Dennoch lernte ich unfassbar viel. Ich entdeckte crossfit als Sportart für mich privat, lernte ein Projekt mitsamt aller Phasen und Meilensteine zu durchdenken und knüpfte wertvolle Kontakte. Das Miteinander und Teamwork, selbst remote über die Entfernung hinweg, machte mir total Spass. Das ist etwas, was ich unbedingt in meinem Zukunfts-Job haben möchte. Außerdem lernte ich bei diesem Projekt Kontakte kennen, die mich dann zum Thema Network Marketing brachten.    


  • Network Marketing:

Ein weiteres Themenfeld in das ich eintauchte war Online Marketing  & Network Marketing im Gesundheitssektor. Themenfelder mit denen ich dato noch nie zu tun hatte. Hier beschäftigte ich mich mit Business Aufbau und lernte ein Team aufzubauen.


  • Coach für Existenzgründung:

Meine fachlichen Kompetenzen und Händchen für Zahlen brachten mich zum Austesten des Jobs als Berater für Existenzgründer. Beim Reinschnuppern lernte ich, an was ich denken muss beim Thema Selbständigkeit. 


  • NLP Coach:

Bereits während des Aha Retreats Coachings absolvierte ich eine NLP Ausbildung (Neurolinguistisches Programmieren) und übte die Coaching Stunden während der Testing-Phase mit ein paar Test-Kunden.

Die Erkenntnis: Starten und loslaufen

Meine anfängliche Frage mit der ich den Kurs durchlief “WAS soll ich später machen?” schien plötzlich irrelevant.

Es ist für mich nicht mehr wichtig zu wissen, wo es genau hingehen soll. Seit ich loslief, entstehen die Dinge nach und nach. Auf dem Weg erhielt ich meinen Antrieb zurück.

Es ist für mich nicht mehr wichtig zu wissen, wo es genau hingehen soll. Der Weg ist das Ziel und ich sehe den aktuellen Stand als erfolgreich an. Seit ich loslief, entstehen die Dinge nach und nach. Wie ein Baum, der immer größer wird und wo ständig neue Äste spriessen. Das gibt mir Vertrauen in mich und in den Prozess.

Dieses aktive Ausprobieren fühlt sich an wie “auf dem sein“ und auch „auf dem richtigen Weg sein”.  Und auf diesem Weg knüpfte ich fortlaufend neue Kontakte, lernte immense viel und erhielt meinen intrinsischen Antrieb zurück.

Die Test-Phase war eine entscheidende Herangehensweise, dahin zu kommen wo ich heute bin.

Die Test-Phase war eine entscheidende Herangehensweise, dahin zu kommen wo ich heute bin. So wie ich mich kannte, wie ich einen Karrierewechsel vor ein paar Jahren angegangen wäre, hätte mich das sehr frustriert, wenn etwas nicht klappt wie z.B. der ersten Idee mit der Cross-Fit Box und hätte womöglich aufgegeben.

Jetzt verstehe ich dass dieser Testing-Herangehensweise ein enorm wichtiger Teil der Strategie und eine Art Philosophie ist um für sich ein passendes Arbeitsleben zu kreieren. Ich werde mich nicht mehr für den einen Job bewerben mit der Erwartungshaltung dass dieser die nächsten Jahre für mich passen muss. Ich möchte offen bleiben für Möglichkeiten.

 

Umsetzungs-Phase: Weg von einer eindimensionalen Karriere 

Heute, im Sommer 2022, eineinhalb Jahre nach dem Start der Coaching Reise mit Aha Retreats, bin ich Investor, zudem Mitglied einer Finanzcommunity und beschäftige mich mit finanzieller Bilder für Kinder. In dem Bereich werden weitere Projekte für mich entstehen. 

Ich kann mit tiefem Urvertrauen sagen, dass sich noch viele neue Themen ergeben werden. 

Ich kann mit tiefem Urvertrauen sagen, dass sich noch viele neue Themen ergeben werden.

Anstatt einer eindimensionalen Karriere  habe ich mir mehrere Standbeine aufgebaut und bin zeitlich viel flexibler. Ich kann mit tiefem Urvertrauen sagen, dass sich noch viele neue Themen ergeben werden. Nur durch das Ausprobieren habe ich viele neue interessante Leute kennengelernt, wodurch ich in viele Themengebiete eintauchen konnte und zu meiner Passion zurückfand. Für mich ist dies der einzig richtige Weg etwas Passendes für mich zu gestalten.

Die Projekte machen mir immense Spass und ich bin total gespannt, was noch alles Neues auf mich zukommen wird.

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