Unzufrieden am Arbeitsplatz zu sein, scheint teilweise noch ein Tabu-Thema, das man sich kaum traut laut auszusprechen. Gibt es doch so viel schlimmeres Übel auf dieser Welt, als langweilige Aufgaben oder einen nörgelnden Chef. Sollte man doch einfach froh sein, einen Job zu haben.

Dennoch sind psychische Probleme oder Rückenbeschwerden zu Volkskrankheiten geworden, welche unter anderem durch Stress in der Arbeit ausgelöst werden.

Die Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitswelt. Dennoch sind Menschen nach wie vor das wichtigste Gut eines Unternehmens.

72 % der deutschen Arbeitnehmer sind laut Gallup unzufrieden in ihrem Job und jeder Zweite sucht nach einem Jobwechsel. Diese aktiv un-engagierten Mitarbeiter kosten der deutschen Volkswirtschaft bis zu 100 Milliarden Euro.

Durch intensiven Austausch mit unseren Teilnehmern sowie innerhalb unserer on- und offline Community lernen wir sehr viel über die Beweggründe für die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz.

Die meist genannten Gründe für einen Wunsch nach einem Jobwechsel

Anbei sind die genannten Auslöser für die Unzufriedenheit unserer Aha Retreats Community gelistet. Dies liegt keiner genauen Zählung oder recherchierten Statistik zugrunde. Dies ist eine Zusammenstellung der letzten zwei Jahre aus viel intensivem Austausch während unserer Coaching Retreats, aus persönlichen Gesprächen bei unseren meet-ups und Webinaren und unseren Umfragen innerhalb unserer Social Media Community.

  • Fehlender Sinn

Diese Aussage wird am Häufigsten genannt. Die Mitarbeiter hinterfragen einerseits generell die Ziele des Unternehmens und andererseits wie ihr Beitrag der Zielerreichung dient. Es ist ein genereller Trend dahingehend zu sehen, dass mehr Menschen weg von kommerziellen Geld-Mach Unternehmen, hinzu sinnstiftenden Firmen möchten.

  • Fehlende Identifikation

Jeder Mitarbeitet startet erst einmal motiviert. Viele verlieren die emotionale Bindung zum Unternehmen, da sie nur als umsatzbringende Personal-Nr und nicht als Individuum gesehen werden.

  • Fehlende Möglichkeit an Weiterentwicklung / Gefühl von Stagnation

Menschen streben nach Weiterentwicklung, nach Evolution. Wenn dies unterbunden wird, haben wir das Gefühl einzugehen und nutzlos zu sein. Oftmals wird unterbunden, weitere Projekte in anderen Fachgebieten zu übernehmen OBWOHL der Mitarbeiter zeitliche Ressource verfügbar hat.

  • Probleme mit dem Chef

Mitarbeiter verlassen nicht ihren Job, sondern den Chef. Zu oft sind Manager eher Kontrolleure als inspirierende Leader.

  • Fehlendes Interesse an dem Themengebiet

Kann auch daran liegen, dass viele ihre Interessensgebiete gar nicht kennen und in einen Job „reingerutscht“ sind. Mit Anfang 30 Jahre und gewissen beruflichen Erfolgen, kommen Erkenntnisse über wahre Interessen.

  • Längere Unterforderung, Langeweile, Bore-out

Unterforderung kann genauso kräftezerrend sein wie Überforderung.

  • Starre und unflexible Arbeitszeiten

Arbeitszeiten kollidieren mit dem Privatleben oder privaten Verpflichtungen. Feste Arbeitszeiten, meetings spät am Abend aufgrund von Zeitverschiebungen, Termine in der Mittagspause führen zu einem Ungleichgewicht der work-life Balance.

  • Fehlende Wertschätzung vom Chef

Es könnte so einfach sein. Chefs sollten ihr Personal entwickeln, fördern und wertschätzen – und tun oft nichts davon. Wie schon erwähnt „Angestellte verlassen nicht ihren Job, sondern ihren Chef.“

  • Überfordert, permanenter Stress, burn-out

Dies ist ein beidseitiges Problem. Viele Mitarbeiter sind sich im Unklaren was sie können, fehlt Selbstvertrauen und trauen sich nicht Nein zu sagen oder sich zu behaupten. Andernfalls führen Personalmangel, Einsparungen oder zu gute Auftragslage zu viel Arbeit und Überlastung einzelner Mitarbeiter.

  • Kollegen / Falsches Umfeld an Menschen / Falsche Team-Konstellationen

Noch zu wenig Firmen stellen Teams aufgrund von Persönlichkeitstypen zusammen. Dies kann zu Reibereien in Teams führen.

  • Arbeitsplatz und Arbeitswege

Weite Arbeitswege verringern das Privatleben und graue, un-inspirierende Büros schränken die Kreativität ein.

  • Werte

Diskrepanz zwischen Unternehmenswerten und den eigenen Werten. Oder auch dass Unternehmenswerte im Unternehmen nicht gelebt werden

  • Fehlende Möglichkeit an Einbringung der eigenen Stärken

Ähnlich zu Punkt „Unterforderung“. Nicht in seinen Stärken zu arbeiten führt zu permanenter Belastung und Stagnation.

  • Fehlender Freiraum / Fehlender Entscheidungsspielraum

Mitarbeiter möchten Autonomie und keine Kontrolleure. Dies führt dazu, dass der Mitarbeiter selbst mitdenkt und nach Lösungen sucht. Ist dieser Rahmen nicht gegeben sinkt die intrinsische Motivation und nach und nach die emotionale Bindung an das Unternehmen.

  • Fehlende Möglichkeit an Selbstverwirklichung

Arbeit ist nicht nur stupide Aufgaben abarbeiten. Man möchte sich mit seinen Aufgaben identifizieren, einen sinnvollen Output erreichen, seine Stärken einbringen. Fehlt uns diese Möglichkeit fühlen wir uns nicht erfüllt.

  • Zu wenig Impact für die Welt

Ähnlich dem Grund „fehlender Sinn“ besteht ein Interesse an Arbeit in nachhaltigen Branchen und weniger rein kommerziellen Firmen.

  • Zu geringe Bezahlung

In Statistiken wird oft die Bezahlung als ein Top 3 Beweggrund genannt. Interessanterweise hat kein einziger unserer Kontakte jemals dies als Auslöser für einen Jobwechsel genannt.

Resume:

Wir alle sind von Grund auf erst einmal intrinsisch motiviert und möchten eine sinnvolle Aufgabe erledigen.

An alle Manager dieser Welt: Nehmt eure Rolle als Leader an und inspiriert, motiviert und fördert die Individuen in eurem Team anstatt sie wie Diktatoren zu kontrollieren.

An alle Teammitglieder: Kannst du selbst etwas an deinem Arbeitsumfeld verändern? Lerne dich kennen, kenne deine Stärken und Interessengebiete, bringe dich aktiv ein und mache Vorschläge.

 

Du möchtest einen neuen Job, aber hast keine Ahnung, wie du herausfindest was du willst und was in dir steckt?
Genau dafür haben wir kompakte Kurse entwickelt. Vereinbare gerne ein Gespräch um uns deine Situation zu schildern und mehr über unsere Programme zu erfahren: 
Zur Checkliste “Selbsterkenntnisse”

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst du gezielt weiter vorgehen.

Hier geht’s zur Checkliste.

Weitere spannende Artikel für dich:
Berufliche Zukunft neu denken

Berufliche Zukunft neu denken

Verabschiede dich vom Sicherheitsdenken „So ist das Leben nun mal!“, „Hauptsache du verdienst gutes Geld!“, „Das Leben ist kein Ponyhof!“ – Das alles sind Sätze, die fast jeder von uns mit Sicherheit schon einmal gehört hat. Vor allem von den Eltern oder Großeltern,...

ABONNIERE UNSEREN NEWSLETTER!
Meine Daten dürfen zur Verarbeitung für den Newsletter an MailChimp weitergegeben werden an. (weitere Informationen)
Bleib auf dem Laufenden über neue Termine und erhalte wertvolle Tipps, um dein Leben nach deinen Vorstellungen zu designen!
Wir hassen Spam. Deine E-Mail Adresse wird nicht verkauft oder an Drittparteien weitergegeben.
Total 0 Votes