Verabschiede dich vom Sicherheitsdenken

„So ist das Leben nun mal!“, „Hauptsache du verdienst gutes Geld!“, „Das Leben ist kein Ponyhof!“ – Das alles sind Sätze, die fast jeder von uns mit Sicherheit schon einmal gehört hat. Vor allem von den Eltern oder Großeltern, die aus Generationen stammen, in denen das Sicherheitsdenken oberste Priorität hatte. Sich beruflich neu zu orientieren und die berufliche Zukunft nach den eigenen Wünschen zu gestalten, das kannten diese Generationen nicht. Denn damals waren die Zeiten härter, Geld und Sicherheit wichtiger. Das ist verständlich, aber zum Glück hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren einiges verändert.

Wir leben in einer Zeit, in der es einfacher geworden ist, sich beruflich neu zu orientieren und am Ende einen Job zu finden, der uns wirklich glücklich macht und erfüllt. Wir streben nicht mehr nur nach Geld, sondern viel mehr nach einem sinnvollen Beruf oder sogar einer Berufung. Vielleicht bist du in deinem Hamsterrad gefangen, oder abends nach der Arbeit zu müde, um dir Gedanken um deine berufliche Zukunft zu machen. Aber lass dir gesagt sein: Es lohnt sich einen Job zu finden, der wirklich zu dir passt!

Die Jobsuche beginnt nicht beim Bewerben

Sehr viele Menschen gelangen im Laufe ihres Berufslebens irgendwann an den Punkt, an dem sie in ihrem Job unglücklich sind. Das Vorgehen ist dann oftmals gleich: Es werden Jobportale aufgerufen und sich auf den alten Job in einem neuen Unternehmen beworben. Das kann klappen, in den meisten Fällen jedoch führt das zu einem Handeln, das sich alle paar Jahre wiederholt – oder im schlimmsten Falle alle paar Monate. Fang an zu erkennen, dass die berufliche Neuorientierung nicht mit dem Öffnen eines Jobportals beginnt. Die Veränderung beginnt nicht im Außen, sondern im Inneren. Das bedeutet: Bevor du dich bewirbst, kläre für dich welcher Job, welche Firma, welches Arbeits-Lebens-Konstrukt überhaupt wirklich zu dir als Individuum passt sodass du dich entfalten kannst und langfristig zufrieden bist.  Die meisten Menschen neigen dazu, zu glauben, sie müssten ihr Leben lang im gleichen Beruf bleiben. Sie haben Angst all die Mühe, die sie bisher in Aus- und Weiterbildungen investiert haben, war bei einer beruflichen Veränderung umsonst. Du fängst nie von unten an, sondern baust auf Wissen und Erfahrungen auf. Mache dir bewusst, dass das Ziel einer beruflichen Neuorientierung dauerhafte Zufriedenheit ist.

Berufliche Erfüllung ist individuell

Lerne deine Stärken und Vorlieben kennen. Die berufliche Orientierung ist etwas sehr individuelles und kann nicht verallgemeinert werden. Was für den einen eine Qual ist, kann für den anderen die Erfüllung sein. Es ist also essenziell, sich selbst kennenzulernen und zu ergründen, was einen wirklich glücklich macht.

 

Der Wandel der Berufsbilder

Veränderungen machen vielen Menschen erst einmal Angst. Das lässt sich auf das oben bereits angesprochene Sicherheitsdenken zurückführen, das uns seit der Kindheit begleitet. Dies von einer anderen Perspektive aus betrachtet kann zu einem lang ersehnten Neustart führen. Umbruchpasen bergen oftmals Chancen, die du auf den ersten Blick vielleicht gar nicht siehst. Nehmen wir den Megatrend Digitalisierung. Nun denkst du vielleicht, dass die Digitalisierung unzählige Jobs eliminiert hat, weil Menschen durch Technik ersetzt wurden. Statistiken sagen, dass in den nächsten Jahren weltweit 77 Millionen Jobs aufgrund künstlicher Intelligenz wegfallen und dafür 122 Millionen neue Jobs und berufliche Perspektiven geschaffen werden. Jobs wie Robotik Ingenieur, Online Marketing Manager oder Konzepter für digitales Lernen gab es vor 5 Jahren noch nicht. Es ist spannend zu sehen, welche Jobs es in 5 Jahren geben wird. Welche Berufsbilder kannst du heute schon mitgestalten?

 

Quereinstieg möglich

Das Internet bietet dir zahllose Möglichkeiten, dich weiterzubilden. Auf Kurs-Plattformen wie udemy und coursera kannst du aus hundertausenden, oftmals kostenlosen, Kursen auswählen.

Nie zuvor war es für Quereinsteiger so einfach, an ihren Traumjob zu kommen, auch ohne Ausbildung. In einer Umbruchphase wie derzeit ist es nicht nur möglich, sondern notwendig, Jobs selbst zu kreieren. Laufend entstehen neue Berufsbilder und ermöglichen es dir, deine berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

 

Bewerben in der heutigen Generation

Der klassische Weg zum neuen Job sieht so aus: Ein Unternehmen schreibt eine Stelle aus, beschreibt das Aufgabengebiet und die Anforderungen und Bewerber sollen Anschreiben, einen Lebenslauf und Zeugnissen per Email oder Bewerbungsportal senden. Im Anschluss matchen sie die Bewerber anhand der fachlichen Fähigkeiten mit denen der Jobvakanz. Dieses Prozedere ist in Großkonzernen noch weit verbreitet. Es ist allerdings ein neuer Trend sichtbar. Moderne Unternehmen suchen sich ihre Angestellten nach deren Persönlichkeit und Stärken aus. Zeugnisse und Abschlüsse werden immer unwichtiger. Denn nur wer in seinem Job wirklich glücklich ist und sich damit identifizieren kann, leistet richtig gute Arbeit. Früher wurde man in einen Job hineingepresst, nur weil man eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich absolviert hat. Heute ist es andersherum. Unternehmen sind auf der Suche nach starken Persönlichkeiten, die nicht austauschbar sind, sondern beim Bewerben ihre „DNA“ zeigen. Das bedeutet: Erarbeite ein persönliches Profil sodass du nicht austauschbar bist. Und genau hier liegen Chancen für Quereinsteiger sich beruflich neu zu positionieren. Engagiert auf die Suche gehen, eröffnet neue Möglichkeiten.

 

Die Macht der inneren Einstellung

Es gibt zwei Typen von Menschen, die mit Veränderungen völlig unterschiedlich umgehen. Veränderungen gab es schon immer. Wichtig ist, wie man damit umgeht. Da wären die mit dem so genannten „Fixed Mindset“, die sich mit Veränderungen sehr schwertun, die alles im Leben genauso beibehalten möchten wie es ist, dann aber viel jammern und unglücklich sind. Und dann gibt es die Menschen, die über ein „Growth Mindset“ verfügen, also offen gegenüber Neuem sind, sich ständig weiterentwickeln und ihr berufliches und privates Leben hinterfragen. Arbeite an deiner inneren Einstellung und du wirst merken, dass Veränderungen dich irgendwann nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen, sondern von dir als Chancen wahrgenommen werden.

 

Der „Design-Your-Job-Kreislauf“

Eine Methode, Probleme zu lösen und neue Ideen zu erarbeiten, die ursprünglich im Produktmanagement angesiedelt ist, ist die Kreativitäts- und Innovationsmethode namens Design Thinking. Wir haben diese adaptiert und auf die berufliche Zukunftsgestaltung angewandt. Bei der Arbeits-Lebensgestaltung ist sie als „Design your Life“ Kreislauf benannt worden. Die Philosophie dahinter lehrt stetig auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, lösungsorientiert zu denken, viel auszuprobieren sowie dabei zu lernen und sich an Veränderung anzupassen.  Wie der Kreislauf im Detail aussieht haben wir hier beschrieben.

 

Der Weg ist das Ziel!

Du siehst, wir leben in einer Zeit, in der es unzählige Möglichkeiten und Chancen gibt. Die Zeiten, in denen man sein Leben lang in einem Beruf geblieben ist, unglücklich war und dem Hamsterrad nicht entfliehen konnte, sind zum Glück vorbei. Wir streben zwar nach Sicherheit, aber wir haben den Komfort, dass wir hier in Deutschland ein gutes Sozialsystem haben, in dem wir aufgefangen werden, wenn etwas schiefläuft. Trau dich also, dein Leben zu überdenken, um am Ende glücklich zu werden. Aber sei dir bewusst darüber, dass die berufliche Selbstfindung kein Sprint ist, sondern eher ein Marathon ist. Sieh es als Reise zurück zu deiner Intuition.  Es geht nicht von heute auf morgen, sich beruflich zu verändern, aber mit dem Lesen dieses Blogbeitrags hast du den ersten Schritt bereits getan. Egal, in welcher Lebensphase du dich befindest, es ist nie zu spät, um neu anzufangen und seinem beruflichen Leben endlich einen Sinn zu geben.

Zur Checkliste “persönlich und beruflich neu ausrichten”

 

Sich selbst gut zu kennen ist die Basis für jegliche weitere Schritte. Hole dir hier die Checkliste für deinen Status-Quo an Selbsterkenntnissen um daraufhin dein Arbeits-Leben neu auszurichten.

 

 

 

 

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