Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine Kreativ- und Innovationsmethode, deren Ansatz zum Lösen von Problemen und Entwickeln von neuen, innovativen Ideen verwendet wird. Erfunden wurde sie von zwei Stanford Professoren. Was genau Design Thinking ist und wie man die Methode auch auf andere Bereiche wie zum Beispiel das eigenen Leben übertragen kann, erfahrt ihr hier.

Die Methode ist im Produktmanagement angesiedelt um Produkte aus Nutzersicht zu entwickeln. Ein Produkt sollte immer einen Bedarf decken bzw. ein Problem lösen. Ein Auto löst z.B. den Bedarf, schneller von A nach B zu kommen. Beim Entwickeln dieser Lösung stand aber das Endprodukt, das Auto, am Anfang des Kreativ- und Lösungsprozesses noch nicht fest. Klar war nur, es gibt das „Problem“, dass der potenzielle Nutzer zu langsam von A nach B kommt.

Der Design Thinking Prozess im Überblick

Die Methode ist in folgende Phasen aufgeteilt: Verstehen – Beobachten – Definieren der Sichtweise – Ideen entwickeln – Prototypen – Testen – Umsetzen

Zuerst fokussiert man sich auf das Problem, sodass man es richtig versteht. Das bildet die Ausgangssituation, die Basis. Wenn an der Basis die Informationen fehlen, werden die Lösungen sich nie mit dem Bedarf decken. Dabei wird der gesamte Kontext beobachtet und die Sichtweise definiert. Erst darauf aufbauend beschäftigt man sich mit der Lösung. In der Lösungsphase werden Ideen entwickelt, Prototypen gebaut, diese schnell getestet und erst dann umgesetzt.

Das Besondere an Design Thinking

Coaching neuer Job Veränderung Design ThinkingDesign Thinking fördert Kreativität und Innovation. Freies Denken, weg vom Tunnelblick und schwarz-weiß Ansichten. Beim Design Thinking geht es darum, Alternativen an möglichen Lösungen zu erarbeiten, weitere Optionen zu kreieren, vermeintlich verrückte und zunächst unbewertende Ideen zu spinnen, welche vorher noch nicht existierten.

Die Methode ist erfolgreich, da es sich auf den wirklichen, realistischen Bedarf der Nutzer (Nutzer möchte schnell von A nach B kommen), und nicht vermeintlichen Produktwunsch (ich entwickle ein Produkt XY) fokussiert. Dabei ist es wichtig, den gesamten Kontext des potenziellen Nutzers und dessen Nutzerverhalten zu verstehen. Die Forschung beinhaltet dazu einen Mix aus qualitativen Daten und gleichzeitig nutzernahen Beobachtungen und Observationen. Daraus entstehen Nutzerszenarios, mit denen eine Empathie aufgebaut wird.

Beim Beispiel Auto würden die Tagesabläufe der potenziellen Nutzer, in dem Fall die Fußgänger die schnell von A nach B wollen, beobachtet werden, Interviews mit ihnen geführt um ihre Aussagen und ihren Bedarf nicht zu interpretieren, sondern es von ihnen zu hören, Szenarios der Nutzer dargestellt wie z.B. wo wohnt dieser Nutzer und wo geht er tagtäglich hin, geht er alleine oder in einer Gruppe, macht er noch Zwischenstopps usw.

Nachdem das Problem identifiziert wurde (u.a. er hat nur seine Füße um nach B zu kommen und braucht 5 Stunden um in die Arbeit zu kommen), wird es Zeit, neue und nicht dagewesene Ideen zu brainstormen. Ein ganz neuer Ansatz von einem anderen Blickwinkel wäre zum Beispiel, dass der Nutzer gar nicht von A nach B, sondern nie das Haus verlassen muss. Wichtig ist, Ideen nicht sofort zu verwerfen! Auch wenn sie erstmal unrealistisch wirken, womöglich sind Elemente dabei, die interessant sind weiterzudenken.

design thinking workshop berufliche veränderungEin Design Thinking Team besteht aus interdisziplinären Teammitgliedern. Man zapft die Gruppenintelligenz an und kann auf Ideenansätze der Anderen aufbauen. Es ist erstaunlich, wie dadurch neue Blickwinkel und Lösungsansätze entstehen. Nach der Ideenentwicklungs-Phase geht es darum, die Ideen ganz schnell und imperfekt zu prototypen, also vorzeigefertig zu bauen und in der echten Welt mit potenziellen Nutzern zu testen. Nur durch Testen lernt man. Ein Prototyp wäre vielleicht ein Fahrrad. Das kommt der optimalen Lösung schon sehr nahe, jedoch löst es nicht das Problem für diejenigen, die längere Strecken schnell von A nach B kommen oder diejenigen, die etwas transportieren müssen oder wenn das Wetter nicht mitspielt. Der Prozessablauf „Ideenentwicklung, Prototypen und Testen“ soll so bald wie möglich erfolgen und sich fortlaufend wiederholen um es dann, mit den Erkenntnissen aus der Testphase, zu optimieren.

Design Thinking ist ein Kreislauf, der niemals endet. Immerhin werden Autos auch noch weiterentwickelt und den aktuellen Bedürfnissen und Situationen angepasst.

Das ist auch die Idee im Life Design auf Basis der Design Thinking Methode. Wie das funktioniert erklären wir im nächsten Artikel.

 

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