Um die Generation Y und das Streben nach Selbstverwirklichung und die unterschiedlichen Werte der Generationen Babyboomer, X, Y und Z geht’s in diesem Artikel.

„Warum bin ich hier?“ – Die Suche nach dem Sinn

Als sich John, ein gestresster Manager in einem kleinen Café irgendwo im nirgendwo sich mit dieser Frage konfrontiert sieht, verändert dies sein Leben von Grund auf. Das wunderbare Buch «Café am Rande der Welt» zeigt dem Leser auf eine spielerische und leichte Art, dass es sich lohnt, sich selbst diese Frage ernsthaft zu stellen.

Warum bin ich hier? Eine Frage, die den Puls der heutigen Zeit trifft, obwohl das Buch bereits 2003 erschien.

In den Medien wird darüber berichtet, dass sich Arbeitgeber auf eine neue Generation Arbeitnehmer vorbereiten müssen, die nicht einfach durch einen Bonus am Ende des Jahres zufriedengestellt werden. Die sogenannte Generation Y ist auf dem Vormarsch.

Die Generation Y

Die Generation Y reiht sich ein, in eine lange Liste von unterschiedlichen Generationen-Typen und klassifiziert die von 1980 bis 1995 geborenen. Das Y steht stellvertretend für die englische Frage Why?, also Warum? und bringt damit die Sinnessuche dieser Generation zum Ausdruck.[1]

Die Generation Y folgt auf die Generation X (1965-1980) und die Babyboomers (1955-1965).

Alle nach 1995 geborenen zählt man bereits zu der Generation Z, auch Generation YouTube genannt. Also all diejenigen, welche die Digitalisierung des Alltags bereits von Geburt an miterlebt haben.

Worin unterscheiden sich die Generationen babyboomers, x, y und z?

Die Babyboomers, also Angehörige der geburtsstarken Jahrgänge nach dem zweiten Weltkrieg, werden in der Literatur als erfolgreich und liberal charakterisiert. Diese Generation prägte den Begriff «Workaholic», steckte sich hohe Karriereziele und hat die Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens gerückt.

Auch die Nachfolgergeneration, die Generation X, arbeitet hart, aber primär um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können. Für sie ist die Arbeit mehr ein Mittel zum Zweck als ein sinnstiftender Lebensinhalt.

Im Gegensatz zu ihnen suchen gemäss der Studie von Robert Half Anhänger der Generation Y und auch die nach 1995 geborene Generation Z nach Sinn und Abwechslung in der täglichen Arbeit. Sie ködert man eher mit Talentförderung und Autonomie als Gehaltserhöhung und Firmenwagen. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung haben einen hohen Stellenwert im Leben der Generation Y und Z. Auch verschmelzen Berufliches und Privates viel häufiger miteinander bei den Y’lern, als dies noch bei den Vorgänger-Generationen der Fall war.[2]

 

Maslowsche Bedürfnispyramide

Die maslowsche Bedürfnispyramide beschreibt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen und stellt diese in einer Pyramide dar. Ist eine Ebene abgedeckt, motiviert uns die nächste Ebene zu erreichen. Die Generation Why beschäftigt sich mit Selbstverwirklichung. Diese Pyramide zeigt auf, dass „Selbstverwirklichung“ an der Spitze der Bedürfnis-Ebenen steht. Das bedeutet, unsere essenziellen Bedürfnisse wie psychologische Grundbedürfnisse (Nahrung, Wasser, etc), Sicherheits- und Sozial-Bedürfnisse sind im Gegensatz zu unseren Vorgänger-Generationen gedeckt, sodass wir nun nach persönlicher Entfaltung streben.

Streben nach Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung

Das durchschnittliche Alter von Start-Up Gründern lag 2018 bei 35,2 Jahren und über 47% der Gründer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Alles Angehörige der Generation Y.[3] Diese Zahl zeigt deutlich die starke Fokussierung der Generation Y auf Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung auf.

Das Dilemma

Doch der Drang nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung ist nicht nur per se positiv. Die Welt ist voller Möglichkeiten, sich weiterzubilden ist schon fast Standard geworden und wenn der Job keine Freude bereitet, kann er gewechselt werden. Das eigene Yoga-Studio zu eröffnen ist inzwischen genauso gesellschaftlich anerkannt, wie die Karriereleiter in einem grossen Konzern hoch zu klettern. Die Versuchung nach der goldenen Nadel im endlosen Heuhaufen zu suchen ist gross.

Der Drang nach Erfüllung und der Erforschung der eignen Bestimmung kann sehr anstrengend sein. Keine berufliche (oder gar private) Station fühlt sich richtig an und die Gefahr ist gross, den Blick für das grosse Ganze zu verlieren. Auf einmal fällt es schwer eine Entscheidung zu treffen, ganz einfach, weil die Auswahl viel zu gross ist. Anstelle von Tatendrang und Motivation sind wir auf einmal mit Hilflosigkeit und Überforderung konfrontiert.

Das intrinsische Gefühl der Unzufriedenheit 

Wir, die Generation Y, haben das Privileg zu träumen und uns mit uns selbst zu beschäftigen. Jedoch wurde uns dies nicht vorgelebt. Den Luxus über Bestimmung und dem Selbst nachzudenken, konnten sich die vorherigen Generationen schlichtweg nicht leisten.

Fragt man den Opa um Rat beim Thema Erstellung Karriereplanung und Lebensvision, kommen einem die Schlagworte «Sicherheit», «vernünftig», «etwas zum Geld verdienen» entgegen. Verständlich, da er in einer anderen Zeit aufgewachsen ist, in der andere Werte wichtig waren.

Das intrinsische Gefühl der Unzufriedenheit und Streben nach mehr geht jedoch dennoch nicht weg, auch wenn ich einen sicheren Arbeitsplatz, in einem vernünftigen Unternehmen habe, in dem ich gutes Geld verdiene. Wir haben das Dilemma stetig den Sinn unseres Tuns zu hinterfragen, haben jedoch nicht gelernt wie wir diesen Sinn finden um glücklich und zufrieden zu sein. Das träumen war gar nicht wirklich erlaubt, und wenn dann gab es einen engen Rahmen.

Selbstfindung – Fundament für jegliche weiteren Schritte

Wer sich selber finden und einen, für sich, sinnvollen Job finden will, kommt nicht darum herum, sich eine längere Zeit mit sich selbst zu beschäftigen. Damit ist aber nicht ein Abend alleine zu Hause vor dem Fernseher oder Ablenkung durch Party gemeint. Wir müssen aktiv darüber nachdenken, was unsere Werte, Bedürfnisse und auch Ängste sind und dann ins Handeln kommen.  Dies kann ermüdend und frustrierend sein.

Wir haben gelernt, wie wir fachliche Fähigkeiten erhalten, aber nicht, wie wir unserem Herzen und wahrem Ich folgen. Oft fällt es uns einfacher, etwas zu benennen, was wir nicht möchten, anstelle von Dinge, die wir möchten. Der Versuchung uns von anderen und deren Ziele beeinflussen zu lassen ist gross, doch es geht alleine um deine Bedürfnisse und Wünsche. Zum Thema „Selbstfindung und die Reise zu dir selbst“ gibt’s hier einen Artikel. 

Paul Watzlawick sagte dies so: «Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.»

Dass die Reise zu sich selbst manchmal ermüdend und frustrierend sein kann, ist klar. Aber nur dadurch kannst du deine Möglichkeiten für ein erfülltes Leben erkennen und ausschöpfen.

«Orientierung ist die Kunst herauszufinden, wohin man geht, wenn man sein Ziel nicht kennt».

Wir von Aha Retreats geben dir nicht vor, wohin Du gehen sollst, sondern helfen dir bei DEINER Orientierungsfindung zu einem, für dich, erfüllten Arbeits-Leben. Wir unterstützen dich sozusagen dabei die Landkarte richtig zu lesen und helfen dir die Wanderung zu starten.

 

Literaturverzeichnis:

[1] https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Auftragsstudien/studie_generation_y_signium.pdf

[2] https://www.absolventa.de/karriereguide/berufseinsteiger-wissen/xyz-generationen-arbeitsmarkt-ueberblick

[3] https://deutscherstartupmonitor.de/fileadmin/dsm/dsm-18/files/Deutscher%20Startup%20Monitor%202018.pdf

 

Zur Checkliste „Selbstbewusstsein“:

Ein gutes Bewusstsein über sich selbst zu haben, ist der Ausgangspunkt für jegliche Handlungen und der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst Du gezielt weiter vorgehen.

Hier geht’s zur Checkliste.

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