Neuorientierung während der Elternzeit: Von Zahnarzthelferin zur Agenturinhaberin

Neuorientierung während der Elternzeit: Von Zahnarzthelferin zur Agenturinhaberin

vorher: Zahnarzthelferin/ jetzt: Inhaberin einer Social Media Agentur für Familien- und Kindermarketing yvi-kej.de

Yvonne erzählt in dem Interview

– wie sie ihren Blog gestartet hat
– wie sie damit umging, während der Schwangerschaft gekündigt zu werden

– wie sie die Neuorientierung anging

– welche Herausforderungen sie gemeistert hat

und gibt Tipps, für alle Mamas oder werdenden Eltern, wie sie die Elternzeit nutzen können eine berufliche Veränderung anzugehen.

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Auch Yvonne hat sich vor ihrer größeren beruflichen Veränderung erst einmal mit der Basis beschäftigt, bevor wie einen Neustart anging.

Ein gutes Bewusstsein über sich selbst zu haben, ist der Ausgangspunkt für jegliche Handlungen und der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst Du gezielt weiter vorgehen und Helenes Beispiel folgen.

Hier geht’s zur Checkliste.

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Maikes Story: Von Architektur zu SEO – Gehe mit dem Fluss und baue dir ein Boot

Maikes Story: Von Architektur zu SEO – Gehe mit dem Fluss und baue dir ein Boot

vorher: Architektur / jetzt: Gründerin der SEO Agentur www.satzgestalt.com

Die Metapher passt zur ihrer Transformationsphase: “Gehe mit dem Fluss und baue Dir ein Boot” 

Maike hat Architektur studiert und als Online Journalistin im Architekturbereich gearbeitet. Sie hat sich als Quereinsteigerin im Bereich SEO selbständig gemacht. Die Hauptbeweggründe ihres Neustarts waren um selbstbestimmt und zeitlich sowie örtlich unabhängig arbeiten zu können.

Maike erzählt in dem Interview
– wie ein Tanz ihres Besuchs aus Costa Rica der Auslöser für ihren Neustart war
– dass sie nach ihrem Wert “Freiheit” auch ihr Arbeitsleben ausrichten musste
– wie ihre neue selbstbestimmte Arbeitswelt aussieht
– wie sie sich motiviert zu arbeiten
– über produktives arbeiten
– dass freelancen nicht so einfach ist, es ihr aber viel gebracht hat

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Auch Maike hat sich vor ihrer größeren beruflichen Veränderung erst einmal mit sich, ihren Werten und Bedürfnissen auseinander gesetzt, um zu erkennen wie sie eigentlich leben und arbeiten will.

Ein gutes Bewusstsein über sich selbst zu haben, ist der Ausgangspunkt für jegliche Handlungen und der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst Du gezielt weiter vorgehen und Helenes Beispiel folgen.

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Veras Story: Lebe deine Wahrheit – Vom Account Manager zum Life Coach

Veras Story: Lebe deine Wahrheit – Vom Account Manager zum Life Coach

Vom Account Manager zum Life Coach

Veras Lebensphilosophie: Der eigenen Wahrheit folgen!

Die ehemalige Account Managerin erzählt in dem Interview, wie sie durch das Hamsterrad hindurch ihrer inneren Stimme gefolgt ist und sich selbständig gemacht hat.

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Vera hat einen kompletten Neustart gewagt. Dies setzte jedoch eine Ich-Bewusstseins Phase voraus, in der sie sich erst einmal mit sich auseinander gesetzt hat.

Ein gutes Bewusstsein über sich selbst zu haben, ist der Ausgangspunkt für jegliche Handlungen und der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Wir haben eine Checkliste erstellt, welche Erkenntnisse über die Bereiche „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Wo will ich hin?“ gibt.

Wenn das Bewusstsein in diesen Bereichen geschärft ist, kannst Du gezielt weiter vorgehen und Helenes Beispiel folgen.

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Helenes Story: Von Angestellte zu Nomadin – Mut zur Veränderung

Helenes Story: Von Angestellte zu Nomadin – Mut zur Veränderung

Helene (36) aus Österreich lebte 15 Jahre lang als Angestellte in Wien. Heute verbringt sie die meiste Zeit in der Natur, ist selbständig (www.helenemoves.com) und arbeitet ortsunabhängig. Wie und warum sie ihr Leben verändert hat, erzählt sie euch im nachfolgenden Artikel und Interview-Video.

Wind der Veränderung

Am heutigen Frühlingstag habe ich mich gemütlich auf dem Sofa eingekuschelt. Neben mir steht eine Kanne mit heiß dampfendem Gewürztee. Zufrieden lausche ich dem Surren des Windes, der ums Haus fegt. Er treibt die letzten Wintergrüße mit sich fort und schafft Raum für Neues. Über den “Wind of Change” sang in den 90er Jahren bereits die Band The Scorpions. Auch ich verbinde die Geräusche des Windes immer mit Veränderung.

Umgeben vom scharfen Geruch des Ingwers und der wärmenden Süße von Zimt erinnere ich mich zurück an einen ähnlichen Frühlingstag vor rund sieben Jahren.

Der innere Konflikt

Wie paralysiert lag ich damals auf meinem Bett. Zum ersten Mal wurde mir ein großer, innerer Konflikt bewusst, der wohl schon einige Jahre in mir brodelte.

Das Leben, welches ich damals führte, hört sich eigentlich toll an. Mit Ende Zwanzig wohnte ich in einer Riesenwohnung mitten in Wien. Ich hatte einen Vollzeit-Bürojob, der sehr gut bezahlt war, ein fantastisches Umfeld, meine Hobbies und wunderbare Menschen, die mich umgaben. Ich hatte viel erreicht und war trotzdem – oder genau deswegen – nicht erfüllt.

Die Person, die da auf dem Bett lag, war in vielerlei Hinsicht ein ganz anderer Mensch, als jene Person, deren Leben ich führte. Diese Diskrepanz machte mich leer. “Wie ist es möglich, dass ich in einem Leben gelandet bin, welches eigentlich überhaupt nicht zu mir passt?” Alles in meinem Kopf drehte sich um diesen Gedanken.

ICH muss MICH verändern

Ich merkte, dass ich in einem Hamsterrad gelandet war, welches sich im Kreis drehte. Unbewusst hatte ich mich selbst dort hineinbugsiert, indem ich einem Lebenskonzept nacheiferte, das man allgemein für “gut” befand. Ob es allerdings ein guter Lebensweg FÜR MICH war, diese Frage hatte ich mir bis dato nie gestellt.

Es fühlte sich einfach nicht richtig an, ein Leben zu leben, in dem ich nicht ICH sein konnte. Es machte mich krank, unzufrieden und gestresst. Zu diesem Zeitpunkt war ich ständig verkühlt und konnte nicht mehr richtig abschalten. Ich hatte Schlafstörungen und andere Stresssymptome.

Ich beschloss, mein Leben zu verändern und mich auf jene Dinge zu konzentrieren, die mir Freude bereiteten und gut taten. Ab diesem Zeitpunkt begann ich, bewusste Entscheidungen zu treffen und Aktionen in Gang zu setzen. Ich hörte mehr auf mich und weniger auf die Meinung anderer. Selbst meine eigenen Gedankenmuster hinterfragte ich.

Was ich verändert habe

Im Laufe der letzten Jahre habe ich viele kleine und große Veränderungen in Gang gesetzt, um mich an die Person heranzutasten, die ich wirklich bin und sein möchte. Hier ein paar Beispiele:

Ich habe mich bewusst entschieden, Wien zu verlassen, da ich nicht in einer Großstadt leben wollte. Vor drei Jahren nahm ich mir deshalb eine Auszeit, um in Spanien zu kitesurfen. So bekam ich den notwendigen Abstand von meinem bisherigen Leben, konnte an der frischen Luft neue Ideen sammeln und mich mit interessanten Menschen austauschen. Möglich war mir dies, da ich mir die Jahre zuvor einen finanziellen Polster angespart hatte. Deshalb litt ich unter keinem finanziellen Druck. Heute verbringe ich viel Zeit an kleineren Orten und in der Natur. Man findet mich meist draußen im Freien und in Bewegung.

Die holistische Lebensweise begleitet mich schon seit ich denken kann. Vor sechs Jahren machte ich meine erste Yogaausbildung und unterrichtete danach Yoga in Wien und weltweit. Dabei habe ich festgestellt, dass ich selbst nicht gerne im Rampenlicht stehe. Deshalb unterstütze ich mit meinem mittlerweile gewachsenen Skill-Set aus Yoga, Massage und Ernährung nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) unterschiedliche Projekte wie Coachings, Retreats und Trainingsprogramme.

Nach einem Jahr Auszeit vermisste ich den Einsatz meines “Business-Hirns”. Aufgrund einer Verkettung von zufälligen und gewollten Umständen bin ich heute im Bereich Text/Konzept, Marketing und Business Development Consulting selbständig. Ich helfe Unternehmen z.B. beim Gestalten und Betexten ihrer Website und beschäftige mich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO), Corporate Designs und anderen Themen im Bereich Marketing. Mit meinen Kooperationspartnern bauen wir auf Wunsch auch gesamte Web-Auftritte und betreuen diese. Aktuell schreibe ich an zwei Büchern für kleine und mittelständische Unternehmer. Sie werden schon bald Selbständige dabei unterstützen, ihre Website- und Online-Marketing-Aktivitäten zu verbessern, um so mehr Kunden zu erreichen.

Ich liebe es, Menschen zu connecten und das, was mich erfüllt, mit anderen zu teilen. Deshalb haben wir vor vier Jahren das Community-Projekt Offline Adventures (www.offlineadventures.net) gegründet. Mit viel Liebe und Leidenschaft organisieren wir zwei bis drei Mal pro Jahr eine Hütten-Auszeit in den Bergen, um ein aktives Wochenende mit Outdoor-begeisterten Freunden, Bekannten und auch neuen Leuten zu verbringen. Dabei schaffen wir uns bewusste Offline-Räume abseits von digitalen Geräten wie Handy, Laptop & Co. Das Beisammensein mit anderen Menschen und die Bewegung in der Natur stehen stattdessen im Vordergrund.
Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Kochen. Ich liebe es, neue vegetarisch-vegane Rezepte auszuprobieren und mit den Ideen der TCM zu kombinieren. Seit kurzer Zeit teile ich Lieblingsrezepte über meinen Blog www.helenemoves.com/blog.

Was sich rund um mich verändert hat

(Lebens-)Zeit und Nachhaltigkeit sind mir wichtiger als Geld und materielle Güter. Deshalb habe ich meinen gut bezahlten Job gekündigt und mich von vielen materiellen Dingen getrennt. Mit meinen beiden Selbständigkeiten verdiene ich heute einen Bruchteil meines früheren Gehalts. Gewonnen habe ich mehr Lebensfreude, Flexibilität und Authentizität. Ich schätze die Dinge, die ich habe, heute viel mehr als früher. Das macht mich insgesamt zufriedener.

“Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten”, meinte einst Konfuzius. Genau das trifft jetzt auf mich zu. Ich verbringe einen Großteil der Zeit mit Dingen, Menschen und Tätigkeiten, die ich liebe. Genau deshalb fühle ich mich viel ausgeglichener. Ich fühle selten Widerwille oder Stress in Bezug auf meine Arbeit und mein Leben. Gleichzeitig habe ich mehr Urvertrauen und auch Vertrauen in mich selbst gewonnen. Ich lebe heute intuitiver und zweifle weniger als früher.
Gleichzeitig bin ich sehr dankbar, dass ich ein Leben führen kann, welches mich zufriedener, ausgeglichener und authentischer macht. Nachteile wie weniger Geld und die größere berufliche Unsicherheit aufgrund meiner Selbständigkeit nehme ich dafür gerne in Kauf.

Alles im Leben ist Veränderung

Das Leben steht niemals still. Meine Tasse Tee habe ich mittlerweile ausgetrunken. Manchmal treten Veränderungen in unser Leben, die wir nicht kontrollieren können. Ich weiß jedoch, dass vieles in meiner eigenen Hand liegt. Ich kann frei wählen, was und wem ich Priorität in meinem Leben einräume. Einzig meine Ängste sind es, die mich aufhalten.
Auch wenn sich das Leben vielleicht nicht immer komplett umkrempeln lässt, so hoffe ich, dass dich meine Geschichte dazu inspiriert, Veränderungen in Gang zu setzen, die dich zu mehr Ausgeglichenheit, Freude und Zufriedenheit führen.

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Helene hat es vorgemacht. Sie machte sich die Mühe sich erst mal gut kennenzulernen und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Jetzt lebt sie ein Leben nach ihren Vorstellungen.

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vorher: Banker // jetzt: Aufbau Online-Business als digitaler Nomade & Freelancer im Bereich Podcasts

Der Tag, an dem ich mein Leben änderte

Es ist schon witzig. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem sich mein Leben geändert hat. An dem ICH mein Leben geändert habe und zwar für immer. An dem Tag selbst war mir das überhaupt nicht bewusst. Es war ein normaler Wochentag im Januar 2015. Ich saß wie gewöhnlich in der S-Bahn, die mich sicher durch die ungemütliche, kalte Dunkelheit gebracht hat. Schick gekleidet in Anzug und Lederschuhen brachte sie mich unaufhaltsam meinem Ziel näher. Einem Ziel, zu dem ich schon seit einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr wollte: Meinem Arbeitsplatz in einer großen, deutschen Bank. Doch warum war dieser Morgen nun etwas so Besonderes? Nun ja, weil ich an diesem morgen eine Entscheidung getroffen habe.

Meine zwei Stimmen im Kopf

Schon seit Wochen plagte mich ein Dilemma, eine innere Diskussion, welche beinahe schon schizophrene Züge angenommen hatte. Auf der einen Seite war da die vernünftige Stimme in mir. Sie war sehr stolz auf meinen Werdegang und das nebenberufliche Studium, das ich gerade abgeschlossen hatte. Diese Stimme wollte, dass ich nun einfach weiter mache und an meiner Karriere in der Bank arbeite. Also einfach das Naheliegende tue, woran ich ja auch immerhin die letzten 9 Jahre gearbeitet habe.

Doch dann gab es da noch eine andere Stimme. Sie sagte mir ganz eindeutig, dass ich dort nicht hingehöre. Dass es noch so viel mehr zu entdecken gibt und ich mein wirkliches Potenzial niemals in einer Bank werde ausleben können. Diese Stimme meinte sogar, dass dies der Grund sei, warum ich schon lange nicht mehr richtig glücklich war. Problem ist nur: Ich hatte keine Ahnung, was ich sonst tun könnte. Nicht einmal diese zweite Stimme hatte eine Antwort auf diese Frage. Aber sie hatte einen Plan. Denn sie plädierte schon seit einiger Zeit dafür, mich beurlauben zu lassen und ein halbes Jahr alleine auf reisen zu gehen. Neuorientierung am Strand sozusagen. Und so verlockend das Ganze klang, so vehement war die vernünftige Stimme gegen diese Idee.

Die Macht der Entscheidung

So vergingen Wochen der Unentschlossenheit, die mich zu genau der S-Bahn-Fahrt an besagtem Morgen geführt haben. Denn ich war es leid! Ich war es so leid, mit mir selbst zu diskutieren und dabei so viel Energie zu verschwenden. Daher beschloss ich, mich zu entscheiden:

Ein klares JA für die Auszeit würde bedeuten, ich setze alles daran, diesen Traum möglich zu machen und zeitnah umzusetzen.

Oder ein klares NEIN, welches bedeuten würde, dass ich sofort aufhöre, darüber nachzugrübeln.

Ich saß da also in der S-Bahn und ich meinte es richtig ernst. So ernst, dass ich sogar einen kleinen Vertrag mit mir selbst geschlossen und in meinem Notizbuch festgehalten habe. Ich gab mir 48h für diese Entscheidung. Doch keine 3 Minuten später hatte ich meine Antwort, denn ich habe plötzlich ganz klar gespürt, dass ich dieses Verlangen nicht einfach abstellen kann, Vertrag hin oder her. Sicher, ich könnte es unterdrücken. Doch irgendwann würde es mit aller Macht durchbrechen und erneut an die Oberfläche kommen. Nur dann wäre es eventuell zu spät. Und das Verlangen würde sich in Reue verwandeln. Das war keine Option für mich und so habe ich mich an diesem Morgen dazu entschieden, alleine die Welt zu bereisen.

Rückblickend betrachtet war dies eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Denn heute weiß ich, dass ich damals mitten in der Quarterlife Crisis steckte und da ohne diese Paukenschlag auch nicht so einfach herausgekommen wäre.

Das Abenteuer, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Nach der Entscheidung war nichts mehr wie zuvor. Endlich hatte ich wieder ein Ziel, das mich inspirierte. Und was sich erst einmal nach einem langen Urlaub anhört, war am Ende so viel mehr. Die Reise hat mir zum ersten mal ermöglicht, mit Abstand von Außen auf mein Leben zu schauen. Und fast noch wichtiger: Ich hatte zum ersten mal genug Ruhe und Zeit, um mir einmal offen und ehrlich die eine Frage zu stellen, die so unfassbar wichtig ist:

Was will ich eigentlich? Was will ich wirklich?

 Seit der S-Bahn-Fahrt und meiner Reise hat sich viel verändert. Genau genommen ist nichts mehr wie zuvor:

  • Ich habe mein Mädchen kennengelernt und sie geheiratet.
  • Ich habe meinen Job bei der Bank gekündigt und mich selbständig gemacht.
  • Das Thema “Quarterlife Crisis” beschäftigt mich noch immer. Auf benkorbach.com helfe ich Menschen dabei, diese Krise zu überwinden und ein Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten.
  • Ich habe Deutschland verlassen und bin mit meiner Frau nach Zypern gezogen.
  • Doch auch Zypern verlassen wir immer wieder, um unserer großen Leidenschaft nachzugehen: Dem Reisen und Entdecken.

Ich schreibe diese Zeilen im Februar 2019, während ich auf Koh Phangan am Strand sitze. Und ich bin wieder so erstaunt wie jedes mal, wenn ich mir klar mache, was diese S-Bahn-Fahrt vor 4 Jahren alles ausgelöst hat. Diese vermeintlich kleine Entscheidung hat in der längeren Betrachtung einfach alles verändert. Heute weiß ich: Dies war mein Tipping Point. Dies war der Moment, an dem ich angefangen habe, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Reisegruppen für deine größte Reisen

Doch ich möchte ganz ehrlich mit dir sein, lieber Leser, liebe Leserin: Der Weg hierher war nicht immer einfach. Er war lang und steinig. Bevor ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich ihn größtenteils alleine zurückgelegt und mir dabei oft gewünscht habe, eine starke Gemeinschaft an meiner Seite zu haben, die in dieselbe Richtung marschiert. Sozusagen eine Reisegruppe für die große Reise namens “Leben”. Denn auch nach diesem Tipping Point war es nicht immer einfach. Ich hatte mit Herausforderungen zu kämpfen, an die ich davor nie gedacht habe. Doch eines weiß ich mit Sicherheit: Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte an den Moment in der S-Bahn, würde ich mich immer wieder ganz genauso entscheiden. Denn die Herausforderungen sind nur die eine, die matte Seite der Medaille. Die andere, die glänzende Seite nennt sich Leidenschaft, Erfüllung, LEBEN! Nur eine Sache würde ich ein wenig anders machen: ich würde mir direkt eine starke Reisegruppe suchen.


Ben’s Leben hat sich um 180° geändert. 11 Jahre war er bei der Bank, obwohl er nach 3 Jahren schon wusste dass es nicht zu ihm passt. 

Wenn ihr auch spürt, dass das was ihr derzeit macht, nicht zu Euch passt, ihr aber Hilfe bei der Neuorientierungsfindung benötigt – durchstöbert Ben’s Blog oder unsere Aha Retreats Formate. Wir beschäftigen uns ausschliesslich mit diesem Thema.


 

 

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Bei Aha Retreats geht’s um berufliche Veränderung & Orientierungsfindung um mehr nach deinen Bedürfnissen, Werten und Stärken zu arbeiten und DEINEN Weg zu gehen. In dem Webinar erklären wir wie du Schritt für Schritt bei der beruflichen Neuorientierung vorgehen kannst und geben viel Inspiration drum herum. Im Anschluss kannst du die Schritte selbst – oder mit unserer Hilfe anhand des kompakt zusammengestellten Online-Kurses – umsetzen.

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Ich arbeite seit 15 Jahren als Abenteuerreporter und setze mich immer wieder neuen Reise-Challenges aus. Das heißt, dass ich mir eine schwierige Aufgabe im Reisekontext stelle, die ich dann lösen muss. So bin ich mal mit einem Kindertretroller 2500 km durch Deutschland in 80 Tagen gereist und habe in einer anderen Challenge sechs europäische Metropolen erkundet und dabei eine Schlafbrille getragen. Ich konnte also nichts sehen und musste durch meinen Gefühls- und Gehörsinn die Orte erkunden. In einer weiteren Challenge habe ich versucht, mich von einem Apfel zu einem Haus auf einer Reise durch 14 Länder hoch zu tauschen. Das ZDF hatte mich dabei begleitet, um zu schauen, ob ich es wirklich schaffe. Alle meine Projekte als Autor und Speaker hier und meine englischen Projekte als Speaker und Coach hier.

Auf all diesen Reisen habe ich viel mitgenommen. Aber auf meiner Reise ohne Geld zum Ende der Welt, habe ich etwas ganz Besonderes gelernt. Denn um 35 000 Kilometer ohne Geld für Essen, Reisen und Schlafen zu bewältigen, brauchte ich viele Skills, um weiter zu kommen und dabei auch meine Grundbedürfnisse befriedigt zu haben.

Dazu waren zwei Eigenschaften besonders gefragt: Veränderungen und die Bereitschaft sich anzupassen.

Veränderungsbereitschaft als Schlüssel zum Erfolg

Um täglich so kreativ zu bleiben, um mir immer wieder neue Ideen zu überlegen, um Essen-Reisen-Schlafen kostenlos zu bekommen, war ich unter hohem Veränderungsdruck. Morgens musste ich oftmals vertrauenswürdig sein, um von Passanten im Tauschgeschäft eine Mitfahrgelegenheit zu erhalten. Mittags war „Essensuche“ angesagt, hier hat Humor viel geholfen. Ich tauschte in vielen Ländern Witz gegen Brötchen oder Handstand gegen Muffin. In San Francisco habe ich sogar Kissenschlachten gegen einen Dollar getauscht. Die Idee kam gut an und 300 Leute haben mit mir Kissenschlachten gemacht.Genug Geld um mir einen Flug nach Costa Rica zu kaufen.

In meinem Reiserucksack hatte ich ein   Kostüm als Butler . Immer, wenn ich auf den 35 000 Kilometern wohlhabende Leute oder Leute mit Status traf, habe ich meinen Service als Butler angeboten. Der deutsche Botschafter in Panama lies mich als sein Butler für eine Gartenparty arbeiten, tauschte mir dafür ein weiteres Flugticket nach Kolumbien. In dieser Rolle war Seriosität und Etikette angesagt.

Als Chamäleon ohne Geld durch Welt

In Peru trug ich die Lasten der Touristen, um kostenlos die Inka Stadt Machu Picchu zu sehen, in Las Vegas diente ich als „Menschliches Sofa“, damit sich schwitzende Touristen auf meinem Rücken ausruhen konnten. So wurde ich auf der Reise praktisch zu einem Chamäleon, das sich mehrfach am Tag in seiner Rolle verändern musste: mal lustig, extrovertiert, vertrauenswürdig, kreativ, ernsthaft und dann mal wieder anpassungsfähig und verkleidet als Butler, Lastenträger oder Ähnliches.

Oftmals habe ich auch bei Personengruppen übernachtet, die ebenfalls eine starke Empathie und Einfühlungsvermögen von mir abverlangten, wie die Amishfarmer in Ohio, die ohne technische Errungenschaften leben.

Ich könnte die Liste der Veränderungen noch lange weiterführen, denn es kommt mir so vor, als wäre ich mehrere Jahre ohne Geld gereist und nicht fünf Monate. Die Anzahl der verschiedenen Ideen, um immer wieder Essen, Reisen und Schlafen kostenlos zu bekommen, ist wirklich lang.

Veränderung macht Angst

Diese permanente Veränderungsbereitschaft ist mir keineswegs in die Wiege gelegt. Am Anfang der Reise fühlte es sich anstrengend an immer wieder die Rolle zu wechseln, schließlich kann Veränderung auch Angst auslösen. Wenn nichts gleich bleibt, was bleibt dann eigentlich?

Aber je mehr ich das Leben des Chamäleons auf der Reise bestritt, desto leichter wurde es mich zu verändern. Ich entwickelte eine neue Haltung zu Veränderung: „Von der Hürde zur Chance“. Ich brauchte diese intensive Übung, um mich aus dem Muster der Ablehnung vor Veränderung zu befreien. Denn Veränderungen machten mir früher Angst.

Veränderung als Chance & Gewinn

Heutzutage bin ich sehr froh, dass ich die Veränderungsübung hinter mir habe, denn ein Widerstand scheint gebrochen zu sein, Veränderung nicht mehr mit Verlust und Angst zu verbinden, sondern mit Chance und Gewinn. Onlinebanking habe ich wahrscheinlich erst Jahre später angefangen, als ich es hätte machen sollen, da ein digitaler Geldtransfer bei mir Unbehagen auslöste. Ewig bei analogen Überweisungsträgern zu bleiben ist natürlich eine Farce, und ich bin froh solche notwendigen Veränderungen heutzutage zügig anzugehen. Ihr auch?

Euer Michael Wigge

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